Glutnester entdeckt

Bundesheer rückt zum Waldbrand im Ennstal aus

Steiermark
02.06.2026 14:27
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Am Samstagabend flammte in Wörschach im steirischen Ennstal ein Waldbrand auf – ein Blitzschlag während eines Unwetters hatte die Flammen wohl aufgelöst. Am Dienstag wurde ein größerer Einsatz nötig. Das Bundesheer rückte zum Assistenzeinsatz an. 40 Helfer sind vor Ort. 

Bei einem Kontrollflug entdeckte die Freiwillige Feuerwehr Zauchen am Dienstagmorgen Glutnester. Im Bereich des Hochtausing in Wörschach (Bezirk Liezen) war am Samstagabend ein Waldbrand ausgelöst worden, vermutlich im Zuge eines Unwetters. „Der teilweise starke Regen der letzten Tage konnte den Waldbrand vom vergangenen Wochenende nicht endgültig ablöschen“, schreibt die Feuerwehr Wörschach. 

Um dem Brand Herr zu werden, hat die Landeswarnzentrale am Dienstag Hilfe durch das Österreichische Bundesheer angefordert. Soldaten rückten mit dem Hubschrauber Leonardo AW169 „Lion“, der speziell für Einsätze im Gebirge geeignet ist, an. Die Flotte ist in Aigen im Ennstal stationiert. Der AW169 kann zwei- bis dreimal so viel Wasser transportieren wie das alte Modell Alouette III, heißt es vom Bundesheer.

23.000 Liter Löschwasser abgeworfen
40 Einsatzkräfte bekämpften am Dienstag die Glutnester. „Der Hubschrauber fliegt die Feuerwehrleute ins unwegsame Gelände, wo sie, von der Bergrettung gesichert, die Glutnester umgraben“, erklärt Bereichsfeuerwehrsprecher Christoph Schlüßlmayr. Dann werfen die Hubschrauber Wasser ab – 33 Wasserladungen mit etwa 23.000 Litern waren es insgesamt am Dienstag. Auch ein Polizeihubschrauber ist vor Ort.

Am Nachmittag wurde der Einsatz abgebrochen. „Am Donnerstag gibt es einen weiteren Erkundungsflug mit der Wärmebild-Drohne. Dann geht der Einsatz entweder weiter oder es wird ,Brand aus‘ gegeben“, sagt Schlüßlmayr.

„Der Waldbrand in der Steiermark zeigt einmal mehr, wie entscheidend rasche und koordinierte Hilfe ist. Unser Ziel ist klar: Wir helfen schnell, verlässlich und dort, wo wir am dringendsten gebraucht werden“, sagt Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP).

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