Auch Teenager darunter

Schlag gegen Extremismus: 6 Festnahmen, 14 Razzien

Österreich
31.05.2026 08:51
Porträt von krone.at
Von krone.at

Dem heimischen Verfassungsschutz ist ein Schlag gegen den islamistischen Extremismus gelungen, der – wie die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN) am Wochenende mitteilte – einschlägige Netzwerke „nachhaltig geschwächt“ haben dürfte. Sechs Personen wurden festgenommen, 14 Hausdurchsuchungen durchgeführt. 

In die gezielt im Mai gesetzte Schwerpunktaktion waren alle neun Landesämter Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE) eingebunden.

Auch Mädchen (16) unter Festgenommenen
Bei den Festgenommenen handelt es sich um fünf männliche Jugendliche und Erwachsene im Alter zwischen 14 und 45 Jahren und eine 16-Jährige. Ihnen wird Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, das Verbreiten von Propagandamaterial der TerrormMiliz „Islamischer Staat“ (IS), Aufforderung zu terroristischen Straftaten und das Gutheißen von terroristischen Straftaten vorgeworfen.

Bei den Hausdurchsuchungen wurden zahlreiche Beweismittel – Mobiltelefone, Datenträger, Laptops, Klapp- und Kampfmesser, Schriftstücke und einschlägige Bekleidungsstücke – sichergestellt. Die elektronischen Geräte und Datenträger müssen nun ausgewertet werden.

Drei Festnahmen am Joint Action Day
Zum Abschluss des Aktionsmonats wurde am vergangenen Mittwoch von der DSN, den LSE sowie der Generaldirektion für Strafvollzug und freiheitsentziehende Maßnahmen im Justizministerium ein österreichweiter Joint Action Day durchgeführt. Drei der insgesamt sechs Festnahmeanordnungen wurden an dem Tag vollzogen. Der Verfassungsschutz wickelte binnen 24 Stunden zehn Gefährderansprachen und drei Sicherheitsdialoge ab. In den Justizanstalten wurden zahlreiche Haftraumdurchsuchungen bei wegen terroristischer Straftaten inhaftierten Personen durchgeführt.

Zitat Icon

Aktionen wie diese sind ein wichtiger Bestandteil im Kampf gegen den islamistischen Extremismus und Terrorismus.

DSN-Direktorin Sylvia Mayer

„Aktionen wie diese sind ein wichtiger Bestandteil im Kampf gegen den islamistischen Extremismus und Terrorismus, bei dem wir nicht zuletzt aufgrund der beschleunigten Online-Radikalisierung eine steigende Tendenz erkennen“, hielt DSN-Direktorin Sylvia Mayer fest. Aufgabe des Verfassungsschutzes sei es, „als Frühwarnsystem im Vorfeld mögliche Gefahren zu erkennen und dagegen vorzugehen.“

Maßnahmen im Zusammenhang mit dem ESC
Eine Herausforderung war für die Staatsschutzbehörden der Eurovision Song Contest (ESC) in Wien. Um dessen sicheren Ablauf zu gewährleisten, wurden zahlreiche Maßnahmen getroffen. Unter anderem wurden seit Mitte April 140 Meldeverpflichtungen, mehr als 40 Gefährderansprachen und 15 Sicherheitsdialoge durchgeführt. Der Schwerpunkt lag dabei im Raum Niederösterreich und Wien.

Dank ernteten die DSN- und LSE-Beamtinnen und -Beamte sowie die beteiligten Kräfte der Landespolizeidirektionen und der Einsatzgruppe Cobra am Sonntag von den zuständigen Regierungsmitgliedern. „Extremisten werden mit allem Nachdruck zum Schutz unserer Demokratie bekämpft“, betonte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP).

„Der Joint Action Day zeigt deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Justizanstalten, Staatsanwaltschaften und den Sicherheitsbehörden ist“, ergänzte Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ). „Der islamistische Extremismus ist eine der größten Bedrohungen für unser Land. Mit dem entschlossenen und gezielten Einschreiten des Verfassungsschutzes und der Justiz zeigen wir, dass in Österreich kein Platz für Extremismus ist“, hielt Staatsschutz-Staatssekretär Jörg Leichtfried (SPÖ) fest.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung