Konsequenzen drohen

Haften für neuen ORF-Chef: Nervosität wächst

Innenpolitik
31.05.2026 06:45

Mauschelei, Intrigen, Kuhhandel – und am Ende platzt womöglich erst alles? Was sich rund um die Bestellung des neuen ORF-Generaldirektors abspielt, geht auf keine Kuhhaut. Warum, fragen sich viele, will ÖVP-Bundeskanzler Stocker ohne Rücksicht auf Verluste seinen Kandidaten Clemens Pig durchsetzen?

Wie kann es sein, dass Jurist Stocker riskiert, dass die Bestellung seines Kandidaten rechtlich zu Fall gebracht wird?

Brief an die „Krone“-Leser: Klaus Herrmann, Geschäftsführender Chefredakteur
Brief an die „Krone“-Leser: Klaus Herrmann, Geschäftsführender Chefredakteur(Bild: Krone KREATIV/Imre Antal, stock.adobe.com)

Denn längst werden die Messer rundum gewetzt. Wie die „Krone“ berichtete: Es drohen wegen Absprache und Festlegung auf einen Kandidaten lange vor Ende der Bewerbungsfrist unter anderem Anfechtungen wegen Amtsmissbrauchs durch Postenschacher wie wegen möglicher Nichteinhaltung der neuen EU-rechtlichen Vorgaben. Schadenersatzklagen sind ebenso möglich wie Klagen wegen Diskriminierung.

Während man aber beim Kanzler wie bei den Stiftungsratsvorsitzenden von SPÖ und ÖVP annimmt, dass sie darauf setzen, über die üble Optik einer willfährigen Pig-Bestellung würde bald Gras wachsen, wächst bei den verantwortungsbewussteren Stiftungsratsmitgliedern die Sorge, sie könnten haftbar gemacht werden, wenn sie sich als Handlanger politischer Mauschelei hergeben.

U-Ausschuss, Gerichtsverfahren, ein gelähmter ORF: Das kann die Regierung doch nicht wollen.

Einen schönen Sonntag mit Ihrer „Krone“!

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