Die Veranstaltungsreihe „Pfingstklang“ des Vereins „Klassik in Klagenfurt“ brachte den Starpianisten Igor Levit ins Konzerthaus Klagenfurt. Auch die anderen Events, Konzerte begeisterten.
Wie ein intimer Besuch im Wohnzimmer des Meisters fühlte sich die Darbietung von Igor Levit im Klagenfurter Konzerthaus am Pfingstsonntag streckenweise an. Denn wenn der Pianist von Weltrang – teils mit geschlossenen Augen – jeder einzelnen Note seine volle Aufmerksamkeit schenkte, einmal sanft, einmal energisch, schien alles andere wegzufallen. Bis nur noch der Bösendorfer-Flügel, der Künstler selbst und die Musik übrig blieben.
Mit Schuberts Klaviersonate Nr. 21 in B-Dur, Schumanns vier Nachtstücken op. 23 und der Klaviersonate Nr. 3 in h-Moll hatte der 39-jährige deutsche Pianist mit russischen Wurzeln ein traumhaftes Programm mit an den Wörthersee gebracht.
Ein wahrer Meister seines Fachs
Ob fliegende Tempowechsel, bedachte Pausen und Momente der Stille, um ruhigeren Passagen den nötigen Raum zu bieten, oder rasante Tonfolgen – stets bestach Levit mit präziser Technik und beeindruckender Feinfühligkeit. Manchmal schien es, als ob ihn die Musik aus dem Konzerthaus entführt hätte – mit einer Hand schien er dann die selbst produzierte Klangwolke zu durchstreichen.
Ein gebanntes Publikum brach nach den letzten Noten von Chopins Sonate in tosenden Applaus aus, zollte dem Starpianisten mit Standing Ovations gebührenden Respekt.
Künstlerischer Leiter zieht positive Bilanz
Doch auch die anderen „Pfingstklang“-Veranstaltungen, in deren Rahmen Levit nach Klagenfurt gekommen war, begeisterten die Besucher. „Wir haben großartige Rückmeldungen bekommen und die Reaktion des Publikums mit Standing Ovations bei allen Konzerten spricht für sich“, freut sich der künstlerische Leiter Günther Trachmann. „Auch mit der Auslastung sind wir zufrieden. Auf Igor Levit Levit gab es natürlich einen regelrechten Ansturm.“
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