Da der Beruf Sanitäter oft eine Karriere-Einbahn ist, hören viele nach kurzer Zeit auf. Die Berufsrettung zeigt, wie es anders geht.
Vor kurzem schlug der Bundesverband Rettungsdienst Alarm. Rund 10.000 Sanitäter würden landesweit jedes Jahr ihren Job niederlegen, ein Drittel ist es auch in Wien – wir berichteten. Vor allem bei privaten Rettungsorganisationen, die auf Ehrenamtliche und Zivildiener setzen (müssen), ist die Fluktuation hoch.
Nur zwei Prozent kündigen
Eine Sonderstellung nimmt jedoch die Berufsrettung Wien ein. Das zeigt sich etwa bei der Zahl der Aussteiger: Nur zwei Prozent haben ihren Job im Vorjahr verlassen. Doch woran liegt das? Das Rettungsunternehmen bildet seine Mitarbeiter weit über das gesetzliche Mindestmaß aus und fort. Die Stundenzahlen würden in allen Modulen überschritten.
„Wir wollen unsere Mitarbeiter bestmöglich auf den Einsatz vorbereiten. Mit Simulationstraining unter realistischen Bedingungen und unter Einsatz von menschenähnlichen Mannequins haben wir Aus- und Fortbildung in den vergangenen Jahren auf ein internationales Topniveau gehoben“, so der Leiter der Berufsrettung, Rainer Gottwald.
Die gute Ausbildung in Kombination mit einem attraktiven Arbeitgeber machen den Beruf interessant.

Rainer Gottwald, Leiter der Berufsrettung Wien
Bild: Berufsrettung Wien
Fast alle Sanitäter erhalten Weiterbildung
Der Anteil an Notfallsanitätern beträgt hier 93 Prozent. 75 Prozent davon verfügen darüber hinaus über eine Zusatzqualifikation und können bei der Versorgung an den Patienten zum Beispiel direkt mit Schmerzmedikation helfen. Mehr als 43 Prozent weisen die höchste gesetzliche Ausbildungsstufe, die Notfallkompetenz Intubation und Beatmung (NKI), auf.
Zum Vergleich: Wienweit werden sonst nur 5 Prozent zu Notfallsanitätern weitergebildet.
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