Der Iran-Krieg ließ auch das Jazzfestival Saalfelden nicht ganz kalt. Flugbuchungen für die internationalen Musiker seien heuer eine besondere Herausforderung gewesen. Nun sind die Veranstalter aber bereit für den Festivalstart im Sommer.
„Meine Eltern waren erst einmal schockiert, als ich gesagt habe, ich werde Jazz-Musikerin“, erzählte Yvonne Moriel der „Krone“. Jetzt können ihre Eltern aber sichtlich stolz sein. Denn die 34-jährige Tirolerin wird heuer in großem Stil das Jazzfestival Saalfelden eröffnen. Am 21. August wird sie ihr neues Auftragswerk auf der Hauptbühne des Festivals zum Besten geben.
Auch in neue Genre-Gefilde dringt die Veranstaltung heuer vor. Christoph Cech und das Österreichische Ensemble für Neue Musik (oenm) spielen mit den Grenzen zwischen Jazz und Neuer Musik. Shake Stew wagen sich auf eine gemeinsame musikalische Reise mit der Bürgermusik Saalfelden und der Eisenbahner Stadtkapelle. Geplant ist ein Spaziergang vom Rathausplatz zum Congress.
Vielfältige Schauplätze zu bespielen, bleibt auch weiterhin das Hauptaugenmerk des Jazzfestivals. „Wir beobachten, dass unsere Outdoor-Konzerte immer beliebter werden“, erzählte Jazzfestival-Chef Mario Steidl erfreut.
Weniger freudig ist für den Veranstalter jedoch der Umstand, dass die Organisation der Künstler heuer extrem schwierig war. Der Ausbruch des Iran-Krieges habe zu großer Unsicherheit bei den Flugbuchungen der internationalen Musiker geführt. „Das war dieses Jahr ein bisschen ein Höllenritt“, gab er zu.
Nun ist aber erst einmal alles in trockenen Tüchern. Das 46. Jazzfestival Saalfelden startet am 20. August und dauert vier Tage lang. Karten sind für einzelne Programmpunkte noch zu erwerben.
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