„Still und leise“

Ex-US-Justizministerin Bondi kämpft gegen Krebs

Außenpolitik
27.05.2026 10:59
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die ehemalige US-Justizministerin Pam Bondi (60) kämpft laut einem Bericht gegen Krebs. Demnach hat sie die Diagnose kurz nach ihrer Entlassung Anfang April erhalten. Sie sei bereits behandelt worden und befinde sich auf dem Weg der Besserung, hieß es.

In sozialen Medien erhielt die ehemalige Ministerin viel Zuspruch. „Pam hat dem Krebs in den vergangenen Wochen still und leise den Garaus gemacht“, schrieb etwa die ehemalige Mitarbeiterin des Weißen Hauses, Katie Miller, auf der Plattform X. Bondi habe ein Herz aus Gold. Die 60-Jährige äußerte sich bisher nicht öffentlich zu ihrer Erkrankung.

Laut dem US-Nachrichtenportal Axios wurde sie wegen Schilddrüsenkrebs behandelt. Schilddrüsenkrebs ist selten, hat aber gute Prognosen. Laut der Cleveland Clinic liegt die Fünfjahresüberlebensrate bei mehr als 98 Prozent. Je früher ein Karzinom festgestellt und operiert wird, desto besser sind die Heilungschancen. Meist verursacht Schilddrüsenkrebs in frühen Stadien keine Probleme beziehungsweise Schmerzen. Bei weiterem Wachstum und zunehmender Tumorgröße können unter anderem ein Druck- oder Engegefühl im Hals, Atem- und Schluckstörungen, Knoten und Beulen am Hals sowie ein Räusperzwang auftreten.

Kleiner Eingriff, lange Nachsorge
Üblicherweise sind Patientinnen und Patienten nach einer Schilddrüsenoperation nach ein bis zwei Wochen wieder arbeitsfähig. Die Nachsorge kann Monate bis Jahre dauern.

Wie berichtet, war Bondi an jenem Tag aus dem Justizministerium ausgeschieden, an dem sie US-Präsident Donald Trump noch zum Supreme Court begleitet hatte. Dort verfolgte sie die Anhörung in einem Verfahren zum Geburtsrecht auf Staatsbürgerschaft. Zu ihrem vorübergehenden Nachfolger wurde Vize-Generalstaatsanwalt Todd Blanche ernannt.

Hier sehen Sie das Posting von Bondi:

Große Pläne
Trotz ihrer Krebserkrankung hat die ehemalige Justizministerin bereits neue berufliche Pläne. Laut Axios ist sie für ein neues Beratungsgremium rund um Künstliche Intelligenz vorgesehen. Sie sei aufgeregt und werde ihren Kampf für US-Präsident Donald Trump und die Administration fortsetzen, schrieb Bondi auf der Plattform X. Sie sei dankbar für das Vertrauen, das ihr der Republikaner entgegengebracht habe, und bezeichnete Blanche als „fantastisch“.

Bondi war nur 14 Monate lang Ministerin. Laut Medienberichten war sie unter anderem wegen ihres Umgangs mit den Epstein-Akten in Ungnade gefallen. Bondi soll versucht haben, bestimmte Informationen zu vertuschen.

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