Daniel Allgäuer, seit 2024 Landesrat für Sicherheit, Hochbau und Energie, wird sein Amt niederlegen. Als Grund für den Rückzug aus der Politik führte der Freiheitliche unter anderen gesundheitliche Probleme an. Der Hohenemser Markus Klien soll seine Agenden übernehmen.
Schon vor einiger Zeit war der 61-Jährige auf Vorarlbergs FPÖ-Parteichef Christof Bitschi zugekommen, um ihn über seine Rücktrittspläne zu informieren. „Da war ich zum ersten Mal seit Jahren wieder sprachlos“, erzählt Bitschi von diesem Moment. Ganz so überraschend dürfte das Anliegen Allgäuer aber nicht gekommen sein, schließlich hatte der Feldkircher schon einmal die Absicht, sich in den politischen Ruhestand zu verabschieden. Im Dezember 2023 hatte Allgäuer sein Amt als Vizebürgermeister seiner Heimatstadt an Andrea Kerbleder übergeben.
Neue Herausforderung mit spannenden Ressorts
Nach dem Wahlerfolg der FPÖ bei den Landtagswahlen 2024 und dem Wechsel der Freiheitlichen von der Oppositions- auf die Regierungsbank war in den Reihen der Blauen ein erfahrener Politiker gesucht, der bereit war, ein Regierungsamt zu übernehmen. Allgäuer nahm die Herausforderung an – nicht zuletzt auch deshalb, weil ihm die Ressorts (Inneres und Sicherheit, Staatsbürgerschaft, Integration, Energie, Hochbau- und Gebäudewirtschaft, Maschinenbau und Elektrotechnik) wie auf den Leib geschnitten waren. In seiner Funktion als Stadtvertreter in Feldkirch bzw. als Landtagsabgeordneter war er für ebendiese Ressorts verantwortlich.
Grund für den nun angekündigten Rücktritt Allgäuer sind gesundheitliche Probleme. „Ich hatte bereits vor einigen Jahren massive Rückenbeschwerden. Diese machen mir jetzt wieder zu schaffen“, berichtete er auf einer am Mittwoch einberufenen Pressekonferenz im Feldkircher Montforthaus. Auch hätte er gerne wieder mehr Zeit, die er gemeinsam mit den Mitgliedern seiner Familie verbringen möchte.
Der Nachfolger von Daniel Allgäuer steht bereits fest. Der Hohenemser Markus Klien, derzeit Klubobmann der FPÖ im Vorarlberger Landtag, wird im Juli die Agenden des Feldkirchers übernehmen. Klien gilt als enger Vertrauter des ehemaligen Landesstatthalters und FPÖ-Landesparteichefs Dieter Egger, der sich als Bürgermeister von Hohenems seit seiner Wahl im Jahr 2025 aber ganz auf die Stadtpolitik konzentriert.
Markus Klien ist Vizebürgermeister der Stadt Hohenems und zeichnet in seiner Heimatstadt für die Ressorts Sport, Vereinswesen, Ehrenamt, IT und Organisationsentwicklung verantwortlich. Der 48-Jährige hat an der FHV betriebliches Projekt- und Prozessmanagement studiert und war bis 2024 bei ThyssenKrupp tätig. Seit Herbst 2024 konzentriert sich ganz auf die Politik.
Opposition bedauert den Rücktritt Allgäuers
Der angekündigte Rücktritt des Sicherheitslandesrats sorgte bei den Oppostionsparteien für Bedauern: „Mit Daniel Allgäuer verliert diese Landesregierung jene Person, die am meisten für Offenheit und Mitgestaltung gestanden ist“, meinte der Grüne Klubobmann Daniel Zadra. Zudem habe der Feldkircher hohen Einsatz für energiepolitische Anliegen gezeigt. Auch SPÖ-Klubobmann Mario Leiter würdigte die geleistete Arbeit, die Allgäuer hoch anzurechnen sei. „Gesundheit und Familie gehen immer vor“, betonte der Sozialdemokrat. Von Markus Klien erwarte er sich künftig mehr Engagement bei den Diskussionen im Landtag. „Gerade in seinem bisherigen Amt als Klubobmann ist Markus Klien nicht unbedingt durch wortstarke oder einprägsame Diskussionsbeiträge aufgefallen.“
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