Morgen, Mittwoch, soll es Gewissheit geben, ob es sich bei der illegalen Verleihung einer Staatsbürgerschaft an einen Tschetschenen im Linzer LDZ um einen Einzelfall handelt – oder ob in der Abteilung des Landes doch öfter getrickst wurde.
Seit genau einer Woche sind Mitarbeiter der Internen Revision in den Büroräumlichkeiten der Abteilung Staatsbürgerschaft, Migrationswesen und Wahlen im Linzer LDZ unterwegs. Wie von der „Krone“ berichtet, soll eine junge Landesbedienstete (25) bei der Vergabe einer Staatsbürgerschaft nicht ganz so genau hingesehen haben.
Es steht der Verdacht im Raum, dass interne Geschäftszahlen so manipuliert worden sein sollen, dass ein Tschetschene (63) ohne ausreichende Deutschkenntnisse an eine österreichische Staatsbürgerschaft kam.
Landesamtsdirektor Thomas Schäffer will auf Nummer sicher gehen und alle Amtsvorgänge der jungen Bediensteten überprüfen, um weitere Fälle ausschließen zu können. Einen ersten Zwischenbericht dazu soll es morgen, Mittwoch, geben.
Was passiert mit neuer Staatsbürgerschaft?
Unterdessen wird auch geprüft, was mit der Staatsbürgerschaft geschieht. Beim Land OÖ vertritt man jedenfalls zwei rechtliche Ansichten: Sollte herauskommen, dass Geld oder andere Leistungen geflossen sind, soll es ein Aberkennungsverfahren geben. Schwieriger wird die Sache, wenn die junge Frau, die die Nachbarin des neuen Staatsbürgerschaftsbesitzers ist, ohne sein Wissen gehandelt hat. Eine Aberkennung sei dann nahezu unmöglich, heißt es.
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