Pünktlich zum Welttag des Otters am Mittwoch feiert der geschickte Jäger ein Comeback: Noch vor wenigen Jahrzehnten in Mitteleuropa nahezu ausgerottet, wandert der Wassermarder dank strenger Schutzmaßnahmen und besserer Wasserqualität nun auch wieder in die Flusslandschaften Vorarlbergs ein. Doch das stößt nicht überall auf Begeisterung.
Noch vor wenigen Jahrzehnten galt der Wassermarder in weiten Teilen Mitteleuropas als nahezu ausgerottet – intensive Bejagung und schwindende Lebensräume hatten ihm stark zugesetzt. Doch dank strenger Schutzmaßnahmen und der Verbesserung der Wasserqualität feiert der geschickte Jäger nun ein Comeback. Ausgehend von Populationen in den Nachbarländern und angrenzenden Regionen wandern immer mehr Otter in die naturnahen Fluss- und Bachlandschaften in Vorarlberg ein.
„Erstmals wieder im Ländle dokumentiert wurde der Fischotter im Jahr 2023 in Feldkirch. Der Leiter des Landesfischereizentrums hatte ihn damals gesichtet“, berichtet Elisabeth Ritter, Teamleiterin der inatura-Fachberatung. Im Zeitraum von 2023 bis 2025 gibt es in der Verbreitungsdatenbank der inatura insgesamt acht Beobachtungsmeldungen zum Fischotter. Gesehen wurden die Tiere in Meiningen, Feldkirch, Frastanz, Bludenz und Bludesch. „Im Sinne der Biodiversität dürfen wir uns freuen, dass er zurückgekehrt ist – auch wenn seine Wiederansiedlung einiges an Konfliktpotenzial birgt“, resümiert Elisabeth Ritter.
Fische und Amphibien auf dem Speiseplan
Der Fischotter fühlt sich dort wohl, wo das Wasser sauber ist und die Ufer Deckung bieten. Vorarlbergs Gewässer, gerade an der Ill und am Rhein, bieten hierfür vielerorts ideale Bedingungen. Mit seinem dichten, wasserabweisenden Fell und den Schwimmhäuten zwischen den Zehen ist der geschickte Jäger perfekt an das Leben im und am Wasser angepasst. Auf seinem Speiseplan stehen vor allem Fische, aber auch Krebse, Amphibien und kleine Säugetiere.
Der Welttag der Otter geht jedes Jahr am letzten Mittwoch im Mai über die Bühne. Er wurde 2014 ins Leben gerufen, um auf den Schutz dieser faszinierenden Wasserkünstler aufmerksam zu machen und über ihre wichtige Rolle im Ökosystem sowie die Bedrohungen ihres Lebensraums aufzuklären.
Genau diese Ernährungsgewohnheiten führen jedoch immer wieder zu Konflikten. Besonders die Besitzer von Fischteichen und die heimischen Fischer blicken mit sehr gemischten Gefühlen auf die Rückkehr des Raubtiers. In manchen Revieren wird befürchtet, dass der Otter die ohnehin unter Druck stehenden Fischbestände – wie etwa die Bachforelle – weiter dezimieren könnte.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.