In 150 Metern Höhe

320 Touristen mussten aus Seilbahn gerettet werden

Ausland
27.05.2026 14:12
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein technischer Defekt an einer der bekanntesten Seilbahnen Asiens hat in Indien dramatische Szenen ausgelöst. Hunderte Touristen saßen stundenlang in Gondeln fest – manche davon mehr als 150 Meter über dem Boden. Erst nach einem groß angelegten Rettungseinsatz konnten alle Passagiere in Sicherheit gebracht werden.

Laut Behörden waren 62 der 65 Gondeln von der Störung betroffen. 52 besetzte Kabinen mussten nach und nach evakuiert werden. Unter den Eingeschlossenen befanden sich auch Familien mit Kindern.

Die Rettungsaktion dauerte rund sechs Stunden. Einsatzkräfte der indischen Armee, Polizei, Katastrophenschutz- und Bergrettungsteams arbeiteten gemeinsam daran, die Menschen mithilfe von Seilen und Leitern aus den Gondeln zu holen. Trotz der schwierigen Wetterbedingungen wurde niemand verletzt.

Eine der höchsten Seilbahnen Asiens
Die Gulmarg-Gondel im indischen Unionsterritorium Jammu und Kaschmir gilt als eine der höchsten in Betrieb befindlichen Seilbahnen Asiens. Sie verbindet den Wintersportort Gulmarg mit dem Kongdoori-Gebiet und dem Apharwat-Gipfel auf mehr als 4200 Metern Höhe.

Der Polizeichef von Jammu und Kaschmir, Nalin Prabhat, sprach von einer der schwierigsten Rettungsaktionen der Region. Indiens Verteidigungsminister Rajnath Singh lobte die „Schnelligkeit, Professionalität und Koordination“ der Einsatzkräfte.

Die Ursache des technischen Defekts wird nun untersucht. Der Betrieb der Seilbahn wurde vorübergehend eingestellt.

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