Ironman mit Herz

„Wir geben richtig Gas, damit andere spenden!“

Kärnten
27.05.2026 10:00

Zwei Freunde, ein großes sportliches Ziel und ein noch größeres Anliegen: Andreas Schmid und Rene Hartl starten beim Ironman nicht nur für sich selbst, sondern auch für den guten Zweck. Doch kurz vor dem Start wird ihr Vorhaben durch einen Rückschlag überschattet...

„Zusammen ist es einfach leichter – ob im Training oder eben wenn es um Unterstützung im sozialen Bereich geht. Wenn man mehr zusammenrückt, bringt es uns alle ein Stückchen weiter“, so Andreas Schmid. Gemeinsam mit Rene Hartl gehen die beiden jungen Kärntner bis an ihre Grenzen – und darüber hinaus.

Unter dem Projektnamen „FULL DISTANCE – FULL HEART: Jeder Kilometer zählt“ gehen die langjährigen Freunde beim diesjährigen Ironman an den Start und sammeln dabei Spenden für MOKI Kärnten – die Mobile Kinderkrankenpflege.

Im Vorjahr waren die beiden St. Veiter noch auf der Zuschauertribüne des Extremtriathlons. „Wir hatten beim Zuschauen Gänsehaut – das wollen wir auch einmal erleben“, so die beiden unisono.

Gemeinsam für den guten Zweck sporteln 
Doch nicht nur der sportliche Aspekt steht im Vordergrund. „Ich habe Videos von den Lambert Brothers gesehen, die quer durch England gelaufen sind und für die Krebsforschung gesammelt haben. Da habe ich mir gedacht: Das können wir auch“, erzählt Schmid.

Seit einem Jahr trainieren die beiden jungen Sportler für den Ironman.
Seit einem Jahr trainieren die beiden jungen Sportler für den Ironman.(Bild: Farblichtfotografie)
Ziel war es gemeinsam an den Start zu gehen – doch nun muss Schmid alleine teilnehmen.
Ziel war es gemeinsam an den Start zu gehen – doch nun muss Schmid alleine teilnehmen.(Bild: Farblichtfotografie)
Radfahren – Laufen und Schwimmen – beim Ironman gehen die Teilnehmer an ihre Grenzen.
Radfahren – Laufen und Schwimmen – beim Ironman gehen die Teilnehmer an ihre Grenzen.(Bild: Farblichtfotografie)

Über seine Mutter wurde der junge Sportler auf einen Fall im Bekanntenkreis aufmerksam, in dem ein enger Freund den Verlust seines schwerkranken Geschwisterkindes verarbeiten musste. „Wir haben das Glück, gesund zu sein. Als ich Rene davon erzählt habe, war er sofort Feuer und Flamme.“ Besonders wichtig ist den beiden die Botschaft hinter dem Projekt: „Wir geben Gas, damit andere spenden“, bringt es Schmid auf den Punkt.

Kurz vor dem Ziel ein herber Rückschlag
Monatelang bereiteten sich die Freunde gemeinsam auf die extreme Herausforderung vor. Kurz vor dem großen Ziel folgte jedoch ein Rückschlag: Rene Hartl verletzte sich am Knie und musste operiert werden. Der Traum vom gemeinsamen Start platzte. „Das Schwierigste war zu akzeptieren, dass es sich nicht ausgehen wird – schwerer als jedes Training davor. Aber genau in solchen Momenten zeigt sich, worum es wirklich geht: Nicht nur ums Laufen, nicht nur um die Distanz. Sondern um Herz, Zusammenhalt und darum, trotzdem weiterzumachen“, so Hartl.

Doch Schmid hielt daran fest, am Ironman teilzunehmen: „Für mich war klar, dass ich starte – auch im Sinne von Rene und unserem Vorhaben.“ Dieser wird seinen Freund trotz Verletzung vor Ort unterstützen: „Ich bin zwar nicht aktiv an der Startlinie dabei, aber ich werde am Rand stehen und Andreas so richtig anfeuern.“

„Viele realisieren gar nicht, wie gut es uns geht“
Aufgeben kommt für die beiden ohnehin nicht infrage. Neben der sportlichen Herausforderung steht vor allem der Gedanke des Zusammenhalts im Mittelpunkt. „Ich glaube, wir sollten mehr zusammenrücken. Viele realisieren gar nicht, wie gut es uns eigentlich geht. Unsere Probleme sind oft nichts im Vergleich zu dem, womit Familien mit schwer kranken Kindern leben müssen“, so Schmid.

So können Sie helfen:

Gemeinsam mit Moki Kärnten Mobile Kinderkrankenpflege starten Andreas Schmid und Rene Hartl das Projekt „Full Distance – Full Heart. Jeder Kilometer zählt“. Wer das Vorhaben unterstützen möchte, kann hier Spenden überweisen:

Bank: BKS Bank

Empfängername: Moki Kärnten 

IBAN: AT41 1700 0001 0011 9951

SWIFT: HAABAT2K

Verwendungszweck: Full Distance Full Heart

Mit ihrem Projekt wollen die beiden Kärntner daher nicht nur sportlich beeindrucken, sondern vor allem eines zeigen: Jeder Kilometer kann zählen – wenn man gemeinsam etwas bewegen möchte. Zwei junge Burschen, von denen sich so manch einer eine Scheibe abschneiden könnte. 

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