Zwei unmündige Intensivtäter hätten ursprünglich ab Mai in die geschlossene Einrichtung in Simmering einziehen sollen. Doch die sogenannte Auszeit-WG steht noch leer.
Der Start der Auszeit-WG am Rande von Simmering verzögert sich. Ursprünglich hätten in der geschlossenen Einrichtung ab Mai zwei Intensivtäter im Alter von 11 bis 13 Jahren einziehen sollen. Im Herbst 2025 wurde sogar der April als Startzeitraum genannt.
Gegenüber der „Krone“ war seitens der Kinder- und Jugendhilfe (MA11) von notwendigen „Adaptierungsarbeiten“, vor allem im Bereich der Fluchtwegstüren, die Rede. Sie sorgen für die Verzögerung. Erst, wenn die letzten Arbeiten am Haus in Simmering, dessen Adresse zum Schutz der Kinder unbekannt bleiben soll, abgeschlossen sind, erfolgt das Bewilligungsverfahren.
Nächster Anlauf
Nach Abschluss des behördlichen Verfahrens soll die WG dann starten. Damit werde Mitte Juni gerechnet. „Aber ohne Gewähr“, denn: „So wie auch beim privaten Hausbau kann sich das immer nach hinten verschieben“, hieß es.
Der Start dränge nicht. Die kriminellen Halbstarken, die dort untergebracht werden sollen, seien nämlich nicht „unterversorgt“. Sie werden von der MA 11 derzeit anderweitig betreut.
„Haben keine Zeit mehr“
Eigentlich hatte Jugendstadträtin Bettina Emmerling (Neos) die geschlossene Einrichtung bei einer Pressekonferenz für Mai angekündigt und sprach gar von „Meilenstein“. Ziel der Auszeit-WG sei es, bis zu 16 strafunmündige Kinder, die immer wieder Autos aufknacken oder stehlen, maximal zwölf Wochen lang anzuhalten.
Dort werden sie umfassend betreut und erleben einen strengen Tagesablauf. Die unmündigen Intensivtäter seien „eine Gefahr für sich und die Bevölkerung“, betonte Emmerling damals. Man habe „keine Zeit mehr zu warten“, fügte sie an. Jenes Motto hielt aber augenscheinlich nicht.
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