Der Ölpreisschock infolge des Iran-Konflikts treibt die Inflation im Euroraum in die Höhe. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im April um durchschnittlich 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte.
Angeheizt wird die Inflation durch die Energiekosten, die sich im April um 10,8 Prozent zum Vorjahresmonat erhöhten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat als mittelfristiges Stabilitätsziel eine Teuerungsrate von 2,0 Prozent.
Die nächste Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) findet am 11. Juni statt. Wenn sich der Konflikt in Nahost länger hinzieht und insbesondere die Durchfahrt durch die Straße von Hormuz nicht wieder möglich ist, um Öl, aber auch Dünger und andere Chemikalien zu liefern, „führt kein Weg an einer Zinserhöhung vorbei“, sagte Österreichs Nationalbankgouverneur Martin Kocher am Dienstagabend in der ZiB2. Bis dahin seien es aber noch drei Wochen. Mittelfristige Stabilität der Preise sei die eine Aufgabe der EZB, „wenn wir glauben, dass zwei Prozent Inflation nicht erreichbar sind, dann muss eine Zinserhöhung kommen“.
Zinserhöhungen immer wahrscheinlicher
Auch laut Deutschlands Bundesbank-Präsident Joachim Nagel werden Zinserhöhungen immer wahrscheinlicher, wenn sich das Inflationsbild nicht grundsätzlich ändere, wie er unlängst in einem Zeitungsinterview sagte.
Die EZB hatte den Leitzins zuletzt nicht angetastet. Laut EZB-Chefin Christine Lagarde wurde auf der Sitzung allerdings über die Option einer Erhöhung gesprochen – und zwar „ausführlich und eingehend“. Der für die Geldpolitik maßgebliche Einlagensatz liegt derzeit bei 2,0 Prozent.
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