„Schlimme Dinge“

USA: Schulkinder erlebten Moschee-Massaker mit

Ausland
19.05.2026 10:31
Porträt von krone.at
Von krone.at

Fünf Tote sind die tragische Bilanz eines Angriffs zweier Jugendlicher auf eine Moschee in San Diego. Doch es hätte noch weit schlimmer kommen können, denn eine Gruppe Schulkinder hielt sich auf dem Areal auf. Die Kinder erlebten die Schießerei hautnah mit, mussten sich in einem Kasten verstecken. 

Der neunjährige Odai Shanah war als eines von Dutzenden Kindern in dem Moschee-Areal in Kalifornien, als dieser von zwei bewaffneten Jugendlichen angegriffen wurde. Wenige Stunden nach der Schießerei im Islamic Center of San Diego mit angeschlossener Schule schildert er, wie er eine Serie von Schüssen gehört hat: Er und seine Klassenkameraden seien schnell in einen Kasten geführt worden, wo sie sich versteckten und vor Angst zitterten, als weitere zwölf bis 16 Schüsse fielen.

Kinder sahen Leichen der Opfer
Irgendwann, nachdem die Schüsse aufgehört hatten, hörten sie Mitglieder eines Sondereinsatzkommandos der Polizei außerhalb des Klassenzimmers rufen: „,Ok, macht auf‘, dann öffneten sie die Tür“, erzählt der Bub. Als sie von Polizeibeamten aus dem Gebäude geführt wurden, „sahen wir eine Menge schlimmer Dinge, Leute, die dalagen, und ja, schlimme Dinge“, sagt Shanah und bestätigt, dass er damit Leichen der Opfer meint. „Meine Beine zitterten und meine Hände und mein Kopf taten sehr weh. Ich fühlte mich wie ein Stein“, berichtet der Neunjährige, dessen Mutter vor zwei Jahrzehnten wegen der Gewalt im Gazastreifen nach Südkalifornien flüchtete.

Die Kinder wurden von Sicherheitskräften aus dem Gebäude gebracht.
Die Kinder wurden von Sicherheitskräften aus dem Gebäude gebracht.(Bild: KameraOne)
(Bild: AFP/ZOE MEYERS)
(Bild: AFP/ZOE MEYERS)
(Bild: AFP/ZOE MEYERS)

Wachmann verhinderte ein Blutbad
Drei Mitarbeiter des Islamischen Zentrums, darunter ein Wachmann, wurden vor der Moschee von zwei Jugendlichen erschossen. Nach Angaben der Polizei verhinderte der Wachmann ein Blutbad. Die Angreifer drangen so nicht in den Moscheekomplex ein und wurden später tot in einem Fahrzeug gefunden.

Shanah schildert, wie die Sicherheitskräfte nach dem Ende der Schießerei Raum für Raum die Schule durchkämmten. „Sie sagten uns, wir sollten die Hände hochnehmen und eine lange Reihe bilden.“ Er berichtet von einer Gruppe jüngerer Schüler, die eine weitere Reihe bildeten, um durch den Komplex nach draußen geführt zu werden.

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