Aktiver Aufruf

„Streikbereitschaft in den Kindergärten steigt!“

Steiermark
20.05.2026 05:00

Eine Novelle treibt Kindergarten-Personal in der Steiermark immer mehr zur Verzweiflung, es werden schlechtere Rahmenbedingungen befürchtet: Steht bald alles still?

„Es gibt keine einzige Maßnahme in dieser Novelle, von der ein Kind profitiert!“ Die Initiative „Kinder brauchen Profis“ ruft jetzt in den sozialen Medien tatsächlich zum Streik auf. „Wie viel lassen wir uns noch gefallen?“, heißt es dort.

Kinderbetreuuer Max Werschitz und Kindergartenleiterin Karin Gasparitz sagen stellvertretend zur „Krone“: „Wir fordern das Personal zum Beitritt bei der Gewerkschaft und arbeitsrechtlichen Kampfmaßnahmen auf, es scheint sonst nichts mehr zu wirken!“

Der Hintergrund: In der Steiermark soll ja das Kinderbetreuungsgesetz novelliert werden. Dadurch kommt es zu Erleichterungen bei Neubauten, allerdings sind weniger Spielflächen vorgesehen und in Ausnahmefällen könnten bis zu 27 Kinder in einer Gruppe sein. „Mit dieser Gesetzesänderung werden nur die Erhalter bedient, es geht aber auf Kosten der Kinder und des Personals“, ärgert sich Gasparitz. „Die Verzweiflung und Streikbereitschaft bei den Leiterinnen steigen.“

Werschitz hält fest, dass nicht nur die aktuelle Novelle zum Unmut beiträgt, sondern „die katastrophale Gesamtlage endlich angegangen werden muss“. Statt Verbesserungen würde es nur zu Verschlechterungen kommen. Es brauche einen „Kurswechsel in der Elementarpädagogik“.

Wir warten seit Jahren mit jedem neuen Landesrat auf den großen Wurf. Die katastrophale Gesamtlage muss angegangen werden.

Max Werschitz

Kinderbetreuer

Landesrat hält an Novelle fest
Bildungslandesrat Stefan Hermann (FPÖ) weist die Vorwürfe zurück. Die Novelle würde keine Verschlechterungen, sondern mehr Flexibilität bringen. Überschreitungen würden nur im Ausnahmefall genehmigt werden. Im laufenden Betreuungsjahr wurde das in insgesamt 90 Fällen bewilligt, davon 75-mal mit zusätzlicher Betreuungsperson. „Man beachte im Zusammenhang die Gesamtzahl an Gruppen in der Steiermark von 1354“, heißt es aus seinem Büro.

Werschitz und Gasparitz befürchten, dass die Ausnahme künftig zur Regel wird. Auch Eltern, meinen sie, hätten sich schon bereit erklärt, bei möglichen Streiks mitzuwirken.

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