Gemeinnützige Arbeit

„Unser Modell für Asylwerber hat klare Regeln“

Burgenland
17.05.2026 09:00

Landesrätin Daniela Winkler und Klubobmann Roland Fürst (beide SPÖ) sehen das Burgenland als Vorreiter bei der gemeinnützigen Tätigkeit für Asylwerber. Eine Ausdehnung auf ganz Österreich würde man begrüßen.

Seit Dezember 2024 ist die Regelung für die Einbindung von Asylwerbern in gemeinnützige Tätigkeiten in Kraft. „Während viele Bundesländer noch auf freiwillige Modelle setzen, über konkrete Maßnahmen oder über gesetzliche Grundlagen diskutieren, hat das Burgenland klare gesetzliche Grundlagen geschaffen“, betonen Winkler und Fürst.

Landesrätin Daniela Winkler und Klubchef Roland Fürst.
Landesrätin Daniela Winkler und Klubchef Roland Fürst.(Bild: SPÖ-Landtagsklub)

Anerkennungsbeitrag von 1,60 Euro pro Stunde
Neben den Grundversorgungsleistungen erhalten die betreffenden Personen einen Anerkennungsbeitrag von 1,60 Euro pro Stunde von jener Stelle oder Abteilung ausbezahlt, für die sie ihren Einsatz leisten. Besonders hervorzuheben seien laut Winkler die Effekte der Integration, die sich durch die Einbindung in Gemeinden sowohl auf Asylwerber als auch auf die Bevölkerung positiv auswirken.

„Damit sorgen wir für eine klassische Win-win-Situation“, betont die Landesrätin. Aktuell umfasst die Zielgruppe der Asylwerber für gemeinnützige Hilfstätigkeiten im Burgenland 65 Personen. Mehr als die Hälfte, nämlich 35, sind derzeit aufgrund von Bedarfsmeldungen in Gemeinden und in der Baudirektion des Landes im Einsatz. Insgesamt 38 Gemeinden haben bisher den Bedarf angemeldet.

„Unser gemeinsames Ziel muss nun sein, österreichweit vergleichbare und faire Rahmenbedingungen zu schaffen“, betont Winkler. Ins gleiche Horn stößt Klubobmann Fürst: „Der Vergleich mit anderen Bundesländern zeigt: Das Burgenland ist hier einen Schritt voraus.“ Man habe nicht gewartet, bis andere handeln, sondern früh klare Grundlagen geschaffen.

Gemeinnützige Tätigkeit schaffe Tagesstruktur, vermittle Arbeitsabläufe und bringe Menschen mit den Gemeinden in Kontakt. „Genau dort entscheidet sich Integration: nicht in Sonntagsreden, sondern im täglichen Miteinander vor Ort“, ist Fürst überzeugt.

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