Österreichs Radheld Felix Gall wird nach der Klettershow auf der legendären Blockhaus-Etappe als Podest-Fahrer gehandelt. Der Tiroler steigt aber ganz bewusst auf die Euphorie-Bremse.
„Felix ist jetzt ein Hauptgegner für das Podium, da kann ich mir trotz aller Sympathie die rot-weiß-rote Brille nicht leisten. Wir müssen ihm in den nächsten Wochen irgendwie die Zeit wieder abnehmen“, sagte Bullen-Sportdirektor Christian Pömer gestern im Gespräch mit der „Krone“ vor dem Start der achten Etappe des Giro d‘Italia in Chieti.
Der oberösterreichische Ex-Radprofi möchte mit dem Australier Hindley und dem Italiener Pellizzari selbst einen Mann am Ende der Italien-Rundfahrt auf dem Podest sehen: „Vingegaard ist der Topfavorit. Dahinter ist das Rennen offen, da wollen wir mitmischen.“
„Dann bedeutet das etwas“
Aber nicht nur beim Red-Bull-Rennstall staunte man über die Klettershow von Felix Gall (2.) auf der legendären Blockhaus-Etappe. Der Decathlon-Kapitän machte auf den letzten Kilometern sogar mehrere Sekunden auf den Vollgas fahrenden Vingegaard wett. „Wenn du auf Jonas Zeit zurückholen kannst, bedeutet das etwas“, betonte der Oberösterreicher Tobias Bayer (Alpecin-Premier Tech).
Edelhelfer umarmt
In mehreren TV-Übertragungen schwärmten Experten über den Tiroler: „In dieser Verfassung ist Gall nicht nur ein Kandidat für das Podium, er ist auch für Vingegaard ein Gegner.“ Der 28-Jährige stieg freilich ganz bewusst auf die Euphorie-Bremse: „Ich bin sehr glücklich und zufrieden. Es ist aber erst der Anfang vom Giro, der Weg nach Rom ist noch weit.“ Sympathie-Punkte sammelte der Gesamt-Dritte für die Umarmung von Edelhelfer und Kumpel Gregor Mühlberger im Ziel: „Danke, du warst so stark.“
Und der Salzburger war auch gestern ein wichtiger Mann an der Seite von Österreichs Sportler des Jahres 2023, Vingegaards Team versuchte im technisch anspruchsvollen Finale, den Tiroler in Schwierigkeiten zu bringen. Felix büßte im Bergauf-Zielsprint in Fermo aber nur zwei Sekunden auf Hindley und den zweimaligen Tour-Sieger ein. Jhonatan Narváez aus Ecuador siegte als Ausreißer. Heute endet der 9. Tag mit einem 11-km-Schlussanstieg.
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