Unverständnis herrscht aktuell bei vielen Besuchern der Eggenberger „Auster“ in Graz: Immer wieder wird dort der Nichtschwimmer-Bereich von erwachsenen Männern okkupiert.
„Das kann es einfach nicht sein“, schüttelt die Grazer ÖVP-Gemeinderätin Cornelia Leban-Ibrakovic den Kopf. Sie erreichten zuletzt immer wieder Rückmeldungen, wonach es im Nichtschwimmer-Bereich der „Auster“ zu unangenehmen Situationen komme. Erwachsene Männer würden sich, meist in Gruppen, aber ohne Kinder, für längere Zeit in diesem Bereich aufhalten und das Becken so mehr oder weniger okkupieren.
„Eine Dame hat blöde Kommentare bekommen“
„Die sind einfach via Notausgang aus dem Außenbereich rein, was ja eigentlich verboten ist, und haben sich bei den Stufen hingelegt oder im Wasser treiben lassen“, erzählt eine Grazerin, die mit ihren Enkelkindern baden wollte, der „Krone“. „Ich hab‘ die Kinder dann natürlich nicht mehr planschen lassen. Eine Dame ist dennoch mit ihrer Tochter geschwommen und hat dann von der Gruppe blöde Kommentare bekommen.“
Eingeschritten sei niemand, und auch die Bademeister hätten den Vorfall ignoriert, sagt die Grazerin. „Uns ist aber kein derartiger Vorfall bekannt“, betont man bei der Holding, dem Betreiber der städtischen Bäder. „Vor der Freibad-Saison haben wir unsere Mitarbeiter extra entsprechend geschult. Wenn jemand etwas beobachtet, bitte sofort der Badeaufsicht melden. Die Maßnahmen bei Missachtung der Baderegeln reichen bis zum Rauswurf“, stellt Sprecher Gerald Zaczek-Pichler klar.
Leban-Ibrakovic fordert im nächsten Gemeinderat jedenfalls klare Regeln für den Familienbereich der „Auster“. „Weil dies eben ein sensibler Bereich ist, der gezielt Familien vorbehalten sein soll.“
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