In der Wiener Neustädter HAK liegt der Verdacht im Raum, Schüler hätten sich unrechtmäßig Zugriff auf das Computerpasswort einer Professorin verschafft. Der Direktor bestreitet den Verdacht, die Bildungsdirektion bestätigt diesen jedoch. Die Schülerin sei bekannt und auch geständig.
Große Aufregung gibt es beim heutigen Maturastart in der Handelsakademie Wiener Neustadt. Laut anonymen Hinweis erlangte eine Maturaklasse durch Passwortdiebstahl unbefugten Zugriff zur BFK-Matura (Betriebswirtschaftliche Fachklausur). Diese sei zwar umgehend neu erstellt worden, jedoch gab es für niemanden rechtliche Konsequenzen.
Direktor verwundert über Vorwurf
Direktor Engelbert Zwitkovits zeigt sich im Gespräch mit der „Kronenzeitung“ überrascht darüber. „Es ist bei der heutigen Matura alles so gelaufen, wie es laufen hätte müssen. Gerade die Matura ist eines der sichersten Dinge“, so Zwitkowits. Von einem Datenklau habe er nichts gehört. Aber er werde Augen und Ohren weiter offen halten.
Ich kann bestätigen, dass es bei der heutigen Matura zu keinem Datenzugriff kam“.
HAK-Direktor Engelbert Zwitkovits
Schülerin bekannt und geständig – Datenklau jedoch nicht erwiesen
Von Seiten der Bildungsdirektion Niederösterreich bestätigt man jedoch, dass es einen Zwischenfall gab. „Richtig ist, dass der Verdacht im Raum steht, dass das Passwort unrechtmäßig entwendet wurde. Ob tatsächlich ein Zugriff auf die Daten erfolgt ist, ist allerdings nicht erwiesen“, heißt es. „Trotzdem hat man seitens der Schule umgehend reagiert und eine neue Prüfungsarbeit erstellt, die auch zur Anwendung gekommen ist,“ erklärt Fritz Lenger, Pressesprecher der Bildungsdirektion. Auch die involvierte Schülerin sei bekannt und geständig. „Der Datenklau an sich wird auch zur Anzeige gebracht und stellt einen strafrechtlich relevanten Tatbestand dar“.
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