Eine halbe Stunde war ein Unfallopfer im Wohnmobil eingeklemmt, ehe es von der Feuerwehr geborgen werden konnte. Ein schwerer Unfall auf der Westautobahn überschattete den Start ins für viele Österreicher lange Wochenende. Ein Reisebus war mit einem Wohnmobil kollidiert, auch ein Lkw war verwickelt – Bilanz: 15 Verletzte.
Kurz nach 16.30 Uhr waren die Feuerwehren Nettingsdorf und jene der Papierfabrik Nettingsdorf auf die Westautobahn beordert worden. Ein von einem Mühlviertler (51) gelenkter, voll besetzter Reisebus war kurz vor der Ausfahrt Ansfelden in Fahrtrichtung Wien von hinten gegen das Wohnmobil eines Tiroler Ehepaares geprallt, dieses wurde vorne gegen einen Lastwagen geschoben. Wie und warum der Unfall genau passiert ist, war zunächst unklar, die Folgen jedenfalls dramatisch.
Drei Personen im Wohnmobil
Im Wohnmobil war nämlich der Fahrer (59) schwer eingeklemmt, die aufwendige Bergung dauerte fast eine halbe Stunde. Auch der Beifahrer (56) wurde eingeklemmt – ein Opfer kam per Rettungshelikopter ins Spital. Die Frau (63) des Wohnmobillenkers, die sich im hinteren Bereich befunden hatte, kam glücklicherweise mit leichten Blessuren davon.
Im voll besetzten Reisebus eines Mühlviertler Unternehmes zählten die Einsatzkräfte zwölf Verletzte, 21 Passagiere überstanden den Aufprall heil.
Mehrere Kilometer Rückstau
Für die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen musste die Westautobahn im Zeitraum von 16.55 Uhr bis 18.20 Uhr total gesperrt werden. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens vor dem Feiertag und langen Wochenende bildete sich auf der Umleitungsstrecke ein mehrere Kilometer langer Rückstau. Die von manchen Verkehrsteilnehmern nicht bzw. nur schlecht eingehaltene Rettungsgasse machte ein Durchkommen für die Einsatzkräfte schwierig.
Notbremsassistent ausgelöst
Der 35-jährige Slowene, der den Lkw-Sattelzug auf der A1 Westautobahn Richtung Wien auf dem ersten von insgesamt drei Fahrstreifen mit einer Geschwindigkeit von etwa 70 km/h gelenkt hatte, gab später an, dass ein vor ihm fahrendes Auto plötzlich stark abgebremst habe, woraufhin er ebenfalls zu bremsen begann. In der Folge griff der Notbremsassistent ein und das Sattelkraftfahrzeug kam völlig zum Stillstand.
Der Bus war ebenfalls auf dem ersten von insgesamt drei Fahrstreifen unterwegs, unmittelbar vor ihm fuhr das Wohnmobil. Der 51-jährige Bus-Chauffeur bemerkte auch, dass der Lenker des Sattelschleppers bremste, woraufhin er seinen Reisebus leicht abbremste.
Er sah, dass das Wohnmobil, das unmittelbar hinter dem Sattelzug fuhr, ins Heck des Anhängers krachte und leitete sofort eine Notbremsung ein. Die Kollision mit dem Wohnmobil hatte er aber nicht mehr verhindern können.
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