„Fast unverkäuflich“

Tscheche stahl Schädel einer Heiligen aus Kirche

Ausland
13.05.2026 18:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Tschechien hat ein Unbekannter eine fast 800 Jahre alte Reliquie aus einer Kirche gestohlen. Er habe die Scheibe des Schreins zerbrochen und sei dann sofort geflohen, teilte eine Polizeisprecherin am Mittwoch mit. Fachleute rätseln nun über das Motiv, da Reliquien heutzutage fast unverkäuflich seien.

Für Verwunderung sorgte zudem, dass der Dieb eine goldene Krone von hohem Sachwert in der Basilika zurückließ. Der Prager Erzbischof Stanislav Pribyl sprach in einem Interview von einem „großen Geheimnis“ und warnte, dass den Täter aufgrund des Sakrilegs ein Fluch oder Unglück treffen könnte.

Bei dem Diebesgut handelt es sich um den Schädel der Heiligen Zdislava von Lämberg. Der historische Wert sei nicht zu beziffern, teilten die Ermittlerinnen und Ermittler mit. Die Tat ereignete sich in der Laurentiuskirche von Jablonne v Podjestedi, die rund 15 Kilometer südlich der sächsischen Grenzstadt Zittau liegt.

Alarm ausgeschaltet
Das Geschehen sei von einer Überwachungskamera festgehalten worden, aber nur in schlechter Qualität, hieß es. Der Alarm war laut Berichten wegen des laufenden Gottesdiensts ausgeschaltet gewesen, um einen Fehlalarm zu vermeiden.

Die Heilige war eine böhmische Adelige und Gründerin von Klöstern und Krankenhäusern. Sie lebte im 13. Jahrhundert und wurde 1995 vom damaligen Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen. Zdislava von Lämberg wird in Tschechien als Schutzheilige der Armen und Leidenden verehrt.

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