Urlaub mit Putzen
So kann man als Müll-Tourist in Berlin Geld sparen
Endlich dem Alltag entfliehen – und dann, am Urlaubsziel angekommen, fremden Müll wegputzen? Ob das funktioniert, will die deutsche Hauptstadt nun mit dem Tourismuskonzept „BerlinPay“ ausprobieren.
Nach dem Vorbild Kopenhagen startet Berlin die Mission „Saubere Hauptstadt“. Einen Monat lang soll jetzt getestet werden, ob der etwas andere Urlaub Anklang findet, berichtet die „Bild Zeitung“. In Dänemark war die Aktion mit bisher 30.000 Müll-Touristen demnach jedenfalls erfolgreich. Im Anschluss sollen sieben von zehn ihr Verhalten verändert haben, etwa durch bessere Mülltrennung.
„Sie bekommen ein Fischernetz, das sie nach Pizzakartons, Flaschen, Plastiktüten auswerfen können“, erklärt Eric Ziengs von „GoBoat“. Mittwochs würden um 9.30 Uhr E-Boote zur Verfügung gestellt, mit denen jeweils acht Personen ablegen können. Für getane Arbeit locke ein Gratis-Getränk im Hafen.
Sein Kollege Michael Scheel von „Kayak Berlin Tours“ bietet insgesamt 150 Plätze bei Clean-up-Touren für fünf statt 29 Euro an. „Für uns ist das auch eine kostenlose Werbung“, meint er stolz. Rabatte und Gutscheine gibt es demnach auf für Touri-Aktivitäten wie Bäume gießen oder das Pflanzen von Blumen am Ufer.
Verhalten soll sich ändern
„Wir werden sehen, wie es in Berlin läuft“, meint Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey dazu. Sie hält eine Verlängerung über den ganzen Sommer und weitere Jahre ist möglich. „Wir lassen uns auf einen Versuch ein. Es wird nicht sofort einen messbaren Reinigungserfolg geben. Wir hoffen aber auf eine Veränderung von Verhalten“, schildert die SPD‑Politikerin.










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