Plus von 56 Prozent

Plasser & Theurer verzeichnet einen Rekordumsatz

Oberösterreich
12.05.2026 13:05
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Der Gleisbaumaschinen-Hersteller Plasser & Theurer mit Firmenzentrale in Wien und Stammwerk in Linz hat 2025 einen – nach eigenen Angaben – Rekordumsatz von 731 Millionen Euro erzielt, nach 469 Millionen Euro im Vorjahr. Das entspricht einem Plus von 56 Prozent.

Das Betriebsergebnis wurde von 11,6 auf 41,4 Millionen Euro gesteigert. Das zeige, dass die 2024 eingeleitete Transformation greife und der Turnaround voranschreite, berichtete das Unternehmen am Dienstag. 

Im Juni 2024 hatte der Weltmarktführer für Spezialmaschinen, die zur Gleisverlegung und -sanierung genutzt werden, ein 30 Millionen Euro schweres Sparpaket geschnürt, zwei Drittel davon entfielen auf die Belegschaft. Die nunmehr positive Entwicklung führte das Unternehmen auf anhaltend hohe globale Nachfrage sowie spürbar verbesserte Lieferfähigkeit zurück. Auch der Auftragseingang habe mit rund einer Milliarde Euro ein Rekordniveau erreicht. Der Auftragsbestand von mehr als 1,6 Milliarden Euro sei „eine hervorragende Ausgangsbasis für die kommenden Jahre“, der mittelfristige Ausblick stabil und positiv, hieß es.

Neue Montagehalle in Linz
Die im September 2024 begonnenen Bauarbeiten für das neue Montage- und Inbetriebnahme-Werk in Linz stünden kurz vor Abschluss. Es sei mit Kosten von über 60 Millionen Euro die größte Einzelinvestition in der mehr als 70-jährigen österreichischen Unternehmensgeschichte. 80 neue Arbeitsplätze entstehen, derzeit seien etwa 2.200 Mitarbeitende beschäftigt, 2025 waren es noch durchschnittlich 2.375. Das Werk sei Fundament für Produktion und Vermarktung, insbesondere von hybrid angetriebenen Maschinen zur nachhaltigen CO2-Reduktion.

Plasser & Theurer betonte, dass man 93 Prozent aus einem Hochkostenland exportiere und Kostensteigerungen – im Wettbewerb mit Anbietern aus deutlich günstigeren, teils massiv subventionierten Volkswirtschaften – international nicht einfach weitergeben könne. Umso mehr forderte das Unternehmen eine entschlossene Standortpolitik mit wettbewerbsfähigen Energiekosten, weniger Bürokratie und kontinuierlichen Investitionen in Innovation und Infrastruktur.

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