Alarm schlägt die Welser SPÖ in Sachen Bildung und spart dabei nicht mit Kritik an FPÖ-Bürgermeister Andreas Rabl. Im Lager der Freiheitlichen sieht man den roten Bildungsreferenten und Vizebürgermeister Klaus Schinninger gefordert.
Für Dienstag, 12. Mai, hat der Welser Bürgermeister Andreas Rabl (FP) einen Pressetermin zum Thema Personalsituation an den Pflichtschulen angesetzt. Bereits einen Tag davor schlug die SPÖ Alarm, da sie einen Bildungsnotstand ortet. „Die Situation ist längst an einem kritischen Punkt angekommen. Pädagogen berichten von immer größeren sprachlichen Defiziten bei Kindern, steigenden sozialen und psychischen Belastungen sowie einem Alltag, der zunehmend von Überforderung geprägt ist.
Viele Lehrer müssen nicht nur unterrichten, sondern gleichzeitig Sozialarbeit, Konfliktmanagement und Integrationsarbeit leisten.
Klaus Schinninger, SPÖ-Vizebürgermeister
„Viele Lehrer müssen mittlerweile nicht nur unterrichten, sondern gleichzeitig Sozialarbeit, Konfliktmanagement und Integrationsarbeit leisten“, meint der rote Stadtvize Klaus Schinninger. Er warnt vor einem akuten Lehrermangel an den Pflichtschulen: „Bereits jetzt können offene Stellen nur mehr mit Notlösungen besetzt werden. Für das kommende Schuljahr ist die Prognose dramatisch.“
Scharfe Kritik übt er an Bürgermeister Rabl. „Was nützen uns Rücklagen in Millionenhöhe, wenn wir als Stadt mehrere Jahrgänge an Kindern in der Luft hängen lassen“, fordert Schinninger Rabl auf, den „Geldspeicher“ zu öffnen, „um Lehrern zusätzliche Weiterbildung oder Teambuildingmaßnahmen wie ein Sommerfest und eine Weihnachtsfeier zu ermöglichen.“
In Wels ist für die Bildung und auch für die Elementarpädagogik Vizebürgermeister Klaus Schinninger zuständig.
Thorsten Aspetzberger, FPÖ-Fraktionschef
Die Welser FPÖ lässt die Kritik nicht auf sich sitzen. Fraktionschef Thorsten Aspetzberger: „Für die Bildung und Elementarpädagogik ist Schinninger als Bildungsreferent zuständig. Das ständige Abschieben von Problemen, die in seinen eigenen Zuständigkeitsbereich fallen, ist offensichtliche Arbeitsverweigerung mit dem Kalkül, dem Bürgermeister zu schaden.“
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