Der schonungslose Alltagsbericht eines Wiener Mittelschullehrers in der „Krone“ – Gewalt, Schüler ohne Deutschkenntnisse, dramatischer Leistungsabfall – hat bei vielen Lesern heftige Reaktionen hervorgerufen. Tenor: „Endlich spricht einer aus, was sonst nur unter der Hand erzählt wird.“
Auch FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss zeigt sich schockiert über das Ausmaß der Zustände: „Wenn ein Lehrer berichtet, dass es in manchen Klassen nur noch ‘20 Prozent normale und 20 Prozent verrückte‘ Schüler gäbe, dann zeigt das, wie dramatisch die Situation an vielen Wiener Mittelschulen mittlerweile geworden ist“, so Krauss. Die Politik habe über Jahre hinweg völlig versagt.
Eine logische Folge ist die Entstehung einer Zwei-Klassen-Bildung in unseren Schulen. Wer kann, „flieht“ ins Gymnasium oder in private Bildungseinrichtungen.
Krauss: „Der permanente Leistungsabfall in den Wiener Schulen raubt unseren Kindern jegliche Zukunftschancen. Deutsch vor Schuleintritt mittels Sprachstandsfeststellungen, echte Konsequenzen bei Regelverstößen im Schulalltag sowie mehr Handhabe für Lehrer sind der Weg, der gegangen werden muss.“
Der blaue Politiker fordert einmal mehr die Abwahl von Bildungsstadträtin Bettina Emmerling. Sie würde lediglich Geld in unbrauchbare „Scheinmaßnahmen“ stecken.
Bereits mehr Moslems als Christen in Klassen
Neue Zahlen zeigen, wie sich das Klassenbild auch in religiöser Sicht (wie in der Vergangenheit mehrfach berichtet) verwandelt hat. 39 Prozent der Jugendlichen an Wiener Volks-, Mittel-, Sonder- und Polytechnischen Schulen haben schon ein islamisches Glaubensbekenntnis. 36 Prozent der Pflichtschüler sind Christen, rund ein Viertel ist ohne Glaubensbekenntnis.
Über alle Konfessionen gerechnet nehmen 44 Prozent der Kinder gar nicht am Religionsunterricht teil.
In mehr als 160 Klassen werden katholische, evangelische und orthodoxe Schüler mittlerweile gemeinsam unterrichtet. Das sei auch eine Reaktion auf die sinkende Zahl katholischer Kinder in den Klassen, so die Leiterin des erzbischöflichen Amts für Schule und Bildung, Andrea Pinz im Ö1-Morgenjournal.
Beim kooperativen Religionsunterricht werden die Schüler entweder von einer oder zwei Religionslehrkräften der beteiligten Konfessionen unterrichtet. Dabei sollen die wesentlichen Lehrplaninhalte aller teilnehmenden Kirchen abgedeckt werden.
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