Nach jahrelangem Tauziehen ist der Bau der wichtigen Bahn fix, zuvor wird es für viele Passagiere mühsam. Denn der Baustart der ÖBB für die wichtige Bahnstrecke im Westen der Stadt bringt zahlreiche Öffisperren und einige Ausfälle für die Wiener mit sich.
Sie wird auch als die Südosttangente des öffentlichen Verkehrs in Wien bezeichnet und hätte heuer eigentlich bereits fertiggestellt sein sollen – die Verbindungsbahn. Nach über 1300 Tagen im Rechtsmittelverfahren und insgesamt fast 2000 Tagen Verfahrensdauer gab es dazu vom Bundesverwaltungsgericht im Jänner 2026 die endgültig Entscheidung. Jetzt soll es Schlag auf Schlag gehen. Die behördlichen Genehmigungen liegen vor: Im Juli 2026 starten die Vorarbeiten, im September folgt dann der Start für die Hauptbauarbeiten. Das gaben ÖBB-Infrastruktur-Vorständin Judith Engel und VOR-Chefin Karin Zipperer am Montagvormittag bekannt.
Die Verbindungsbahn ist ein wichtiges Puzzlestück im öffentlichen Nahverkehr. Wir können nun endlich damit starten.

Judith Engel, ÖBB-Infra-Vorständin
Bild: Zwefo
Teilausfall der S80 und Mega-Sperre der S-Bahn-Stammstrecke
„Der Bau der Verbindungsbahn wird für alle zu einer Herausforderung“, so Engel unverblümt. Der Grund? Die Sperren und Einschränkungen für die Wiener werden enorm. So wird etwa der Betrieb der wichtigen S80 über Jahre hinweg fast vollständig eingestellt. Ab 4. Juli bis 6. September wird die S80 nur im Abschnitt Aspern – Hauptbahnhof unterwegs sein. Ab 7. September bis mindestens Ende 2027 fährt die Linie nur zwischen Aspern und Meidling. Als Ersatz ist ein ÖBB-Schienenersatzverkehr mit Bussen vorgesehen, der von Hütteldorf über die Schloßberggasse, die Hietzinger Hauptstraße, die Spohrstraße sowie die Veitinger- und Lainzer Straße bis zur Fasangartengasse und weiter nach Meidling führen soll. Gleichzeitig kommt dann auch noch die Mega-S-Bahn-Sperre dazu, bei der ab September 2026 zwischen Hauptbahnhof und Praterstern nichts mehr geht.
Dass beide Bauphasen zusammenfallen, war nicht der Plan der ÖBB. Der Grund: das enorm lange Behördenverfahren, durch die ständigen Einsprüche und Verzögerungen vor Gericht. Herzstück der ersten Bauetappe der Verbindungsbahn wird jedenfalls die neue Haltestelle Wien Hietzinger Hauptstraße. Sie entsteht dort in Hochlage. Als „leistungsfähige West-Ost-Achse soll die neue Verbindungsbahn dann die Weststrecke bei Hütteldorf mit der Südbahn, dem Hauptbahnhof sowie der S-Bahn-Stammstrecke verbinden. Doch erst im Jahr 2036 soll es so weit sein.
Was wurde aus dem geplanten S-Bahn-Ring?
Durch das enorm lange Behördenverfahren verzögert sich auch der geplante der Zwei-Linien S-Bahn-Ring aus S45 und S80 mit den neuen Haltestellen Reichsbrücke und Donaumarina. „Man wird sehen, wie die Zeitpläne anzupassen sind“, gesteht Engel.
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