Bezirksrat treibt quer

Wiener Neos zugleich für und gegen Verbindungsbahn

Wien
03.02.2026 06:00

Wie das Rathaus, die ÖBB, der VOR und andere auch haben die Wiener Neos zuletzt ihrer Freude über das gerichtliche grüne Licht für den Verbindungsbahn-Ausbau Ausdruck verliehen – und dabei offenbar etwas übersehen: ihren eigenen Bezirksrat Peter Pelz.

Die Wiener Neos konnten sich – wie auch der große Koalitionspartner und die Projektverantwortlichen – zuletzt vor Freude über das positive Verbindungsbahn-Urteil kaum halten: Endlich sei die für ganz Wien erfreuliche Entscheidung da, jubelte Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner, den „enormen Mehrwert“ der Verbindung für Hietzing lobte die Bezirksfraktion. Also alles Wonne – gäbe es da nicht Peter Pelz.

„Das geht sich aus“
Pelz ist nicht nur Neos-Bezirksrat, sondern will die Verkehrsverbindung – sehr zur Freude der Hietzinger ÖVP, die dabei Unterstützung zugesichert hat – weiterhin zu Fall bringen. Er sieht im positiven Entscheid der Gerichte „eine Bankrotterklärung für die Verkehrsplanung der Stadt“ und will den jahrelangen Rechtsstreit vor dem Verwaltungsgerichtshof und zusätzlich noch dem Verfassungsgerichtshof weiterführen. Das könnte auch bedeuten, dass weiterhin nicht gebaut werden darf.

Dass einer ihrer Bezirksräte den „enormen Mehrwert“ der Verkehrslösung verhindern will und vielleicht auch wird, tut Klubobfrau Selma Arapović als Kleinigkeit ab: Pelz sei eben eine „kritische Stimme im Bezirk“, während man als Partei „den Mehrwert der Verbindungsbahn für Hietzing und für ganz Wien“ erkenne. Pelz sei „nicht das einzige NEOS-Mitglied, das sich ehrenamtlich auch in anderen Funktionen engagiert, aber das geht sich aus.“

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