Nun wurde also der vormalige Neos-Abgeordnete Gerald Loacker als österreichisches Mitglied im EU-Rechnungshof nominiert. Monatsgehalt müde 27.000 Euro. Er wurde damit seiner Vorgängerin Helga Berger, einer langjährig erprobten Spitzenbeamtin, vorgezogen.
EINERSEITS heißt es nun trotz anfänglich wilder Proteste aus der Wöginger-geschädigten ÖVP, dass diese Postenvergabe aufgrund eines korrekten und transparenten Ausschreibungsverfahrens zustande gekommen sei. Keineswegs sei hier ein Partei-Günstling zum Zug gekommen.
ANDERERSEITS wissen wir als gelernte Österreicher, wie solche Ausschreibungen aussehen. Allzu häufig werden sie speziell auf den politisch gewünschten Kandidaten zugeschnitten.
Und ebenso wenig zufällig, wie ÖVP-Minister Magnus Brunner EU-Kommissar wurde und Ex-Minister Martin Kocher Nationalbank-Gouverneur, wird nun eben der Neos-Mann Loacker Mitglied des EU-Rechnungshofes. Wobei auch seine Vorgängerin Helga Berger zuvor Kabinetts-Chefin der Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer war. Und kein Zufall ist es auch, dass die ehemalige SPÖ-Ministerin Sonja Hammerschmid Bundestheater-Chefin wird und, wie man erst unlängst erfuhr, eine Kabinetts-Mitarbeiterin der vormaligen Umweltministerin Leonore Gewessler einen Top-Job erhielt.
Aber alle Parlamentsparteien sind gleichermaßen empört über jede Form von Postenschacher.
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