Widerspricht Kritik
Helfer über Walbefreiung: Tier sah „frisch“ aus
Nach Kritik an der Umsetzung der Freilassung des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals hat sich nun ein Helfer zu Wort gemeldet, der bei der Überführung in die Nordsee dabei war. „Timmy“ habe nach der Fahrt erholt gewirkt, seine Haut wieder „frisch und gut“ ausgesehen. Er sei sanft aus dem Lastkran herausgeglitten.
Nach der Überführung in die Nordsee hatte es viel Kritik gegeben: So warf die Rettungsinitiatorin Karin Walter-Mommert der Schiffsbesatzung vor, den Wal voreilig freigelassen zu haben – die Aktion sei chaotisch verlaufen. Zudem sei das Tier dabei verletzt worden.
Schiff beschleunigte mit offener Bargenklappe
Ein Besatzungsmitglied widersprach dieser Darstellung gegenüber der „Ostsee Zeitung“ vehement. Die Quelle wollte jedoch „aufgrund der politischen Brisanz des Themas und zum Selbstschutz“ anonym bleiben. Der Insider erklärte, dass man den Lastkran zur Freilassung abgesenkt habe, so habe der Wal nicht mehr am Boden gelegen, sondern sei geschwommen. Als das schleppende Schiff beschleunigt habe, sei der Buckelwal einfach ins offene Meer hinaus gerutscht. „Ähnlich wie bei einer Tischdecke, auf der ein Teller liegt, und man schnell an der Decke zieht.“
In diesem Video ist „Timmy“ in der Barge zu sehen:
Relief and joy were palpable as rescue workers tugged and guided a humpback whale stranded off Germany's Baltic coast into a floating tank within a barge that will later be pulled out to the North Sea https://t.co/LxEbdvolyHpic.twitter.com/HB2oQhi0Y5
— Reuters (@Reuters) April 28, 2026
Als „Timmy“ im freien Wasser war, habe er sich sofort bewegt. „Der Wal schwamm sofort los. Nach mehreren kräftigen Schlägen hatte er schon 30 Meter zurückgelegt.“ Kurz darauf sei er nicht mehr zu sehen gewesen. „Nur durch sein Ausatmen war er noch zu erkennen. Einmal streckte er kurz die Schwanzflosse aus dem Wasser und schwamm davon.“
Zudem habe die Rettungsinitiative bestimmt, dass der Wal an dieser Stelle freigelassen werden sollte. „Die Freilassung war nicht spontan, denn es bedarf einiger Vorbereitung“, so der Helfer. Die Vorbereitungen hätten eine Stunde gedauert. Die Besatzung sei selbst überrascht gewesen, dass die Freilassung auf hoher See und nicht in einem sicheren Hafen erfolgt war.
Haut habe sich in salzigerem Wasser erholt
Mit Seilen hätte man versucht, weitere Verletzungen zu vermeiden: Der Wal hatte bereits Wunden am Maul. „Das Ziel war, das Tier zu drehen, damit es durch die hohen Wellen nicht mehr mit dem Kopf an die Wand knallt.“ Bei der Überfahrt habe sich der Zustand der Haut zudem stark verbessert – vermutlich aufgrund des höheren Salzgehalts in der Nordsee. „Timmys“ Haut habe „frisch und gut“ gewirkt. Eine Verletzung habe er allerdings über sich ergehen lassen müssen: Der Tracker, der etwa die Größe eines Schuhs habe, sei mit zwei Schrauben an seiner Flosse angebracht worden.









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