Widerspricht Kritik

Helfer über Walbefreiung: Tier sah „frisch“ aus

Ausland
08.05.2026 12:47
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach Kritik an der Umsetzung der Freilassung des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals hat sich nun ein Helfer zu Wort gemeldet, der bei der Überführung in die Nordsee dabei war. „Timmy“ habe nach der Fahrt  erholt gewirkt, seine Haut wieder „frisch und gut“ ausgesehen. Er sei sanft aus dem Lastkran herausgeglitten.

Nach der Überführung in die Nordsee hatte es viel Kritik gegeben: So warf die Rettungsinitiatorin Karin Walter-Mommert der Schiffsbesatzung vor, den Wal voreilig freigelassen zu haben – die Aktion sei chaotisch verlaufen. Zudem sei das Tier dabei verletzt worden. 

Schiff beschleunigte mit offener Bargenklappe
Ein Besatzungsmitglied widersprach dieser Darstellung gegenüber der „Ostsee Zeitung“ vehement. Die Quelle wollte jedoch „aufgrund der politischen Brisanz des Themas und zum Selbstschutz“ anonym bleiben. Der Insider erklärte, dass man den Lastkran zur Freilassung abgesenkt habe, so habe der Wal nicht mehr am Boden gelegen, sondern sei geschwommen. Als das schleppende Schiff beschleunigt habe, sei der Buckelwal einfach ins offene Meer hinaus gerutscht. „Ähnlich wie bei einer Tischdecke, auf der ein Teller liegt, und man schnell an der Decke zieht.“

In diesem Video ist „Timmy“ in der Barge zu sehen:

Als „Timmy“ im freien Wasser war, habe er sich sofort bewegt. „Der Wal schwamm sofort los. Nach mehreren kräftigen Schlägen hatte er schon 30 Meter zurückgelegt.“ Kurz darauf sei er nicht mehr zu sehen gewesen. „Nur durch sein Ausatmen war er noch zu erkennen. Einmal streckte er kurz die Schwanzflosse aus dem Wasser und schwamm davon.“

Zudem habe die Rettungsinitiative bestimmt, dass der Wal an dieser Stelle freigelassen werden sollte. „Die Freilassung war nicht spontan, denn es bedarf einiger Vorbereitung“, so der Helfer. Die Vorbereitungen hätten eine Stunde gedauert. Die Besatzung sei selbst überrascht gewesen, dass die Freilassung auf hoher See und nicht in einem sicheren Hafen erfolgt war. 

Haut habe sich in salzigerem Wasser erholt
Mit Seilen hätte man versucht, weitere Verletzungen zu vermeiden: Der Wal hatte bereits Wunden am Maul. „Das Ziel war, das Tier zu drehen, damit es durch die hohen Wellen nicht mehr mit dem Kopf an die Wand knallt.“ Bei der Überfahrt habe sich der Zustand der Haut zudem stark verbessert – vermutlich aufgrund des höheren Salzgehalts in der Nordsee. „Timmys“ Haut habe „frisch und gut“ gewirkt. Eine Verletzung habe er allerdings über sich ergehen lassen müssen: Der Tracker, der etwa die Größe eines Schuhs habe, sei mit zwei Schrauben an seiner Flosse angebracht worden. 

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung