Die wirtschaftlichen Verwerfungen aufgrund der Krise am Persischen Golf und wegen der konfusen Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump zwingen Europa, nach neuen Märkten zu suchen. Auch die österreichische Bundesregierung ist aktiv. Nach einem Besuch in Indien bereist Bundeskanzler Christian Stocker nun die Emirate.
Es gebe große Chancen für Österreichs Wirtschaft, etwa im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Hier gebe es viele Kooperationsmöglichkeiten von der Ausbildung über die Forschung bis zur Anwendung. Auch ADNOC, der große staatliche Ölkonzern und OMV-Kernaktionär, verwende inzwischen KI im gesamten Wertschöpfungsprozess.
Arbeitsgespräch im Präsidentenpalast
Bei einem Arbeitsgespräch mit Präsident Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan wurde über die aktuelle Sicherheitslage in der Golfregion, die weitere Vertiefung der bilateralen Beziehungen und die Erneuerung der strategischen Partnerschaft zwischen Österreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten gesprochen.
Stocker brachte die volle Solidarität Österreichs nach den erneuten iranischen Drohnenangriffen Anfang der Woche zum Ausdruck und verurteilte diese klar. Beide Seiten betonten die Bedeutung von Stabilität, Sicherheit und verlässlichen internationalen Partnerschaften in einer geopolitisch zunehmend herausfordernden Zeit.
VAE sind wichtigster Handelspartner
Die Vereinigten Arabischen Emirate sind Österreichs größter Handels- und Wirtschaftspartner in der Golfregion und gewinnen im Zuge einer breiteren Diversifizierung internationaler Handelsbeziehungen weiter an Bedeutung. Mit einem bilateralen Handelsvolumen von rund einer Milliarde Euro, österreichischen Exporten von zuletzt rund 845 Millionen Euro sowie mehr als 150 österreichischen Unternehmen vor Ort zeigt sich die enge wirtschaftliche Verflechtung beider Länder deutlich.
Teil des Austauschs waren auch gemeinsame Zukunftsprojekte im Energiebereich. Etwa mit Masdar – einem weltweit führenden emiratischen Unternehmen im Bereich erneuerbarer Energien – und der OMV entsteht derzeit etwa in Bruck an der Leitha eine Elektrolyseanlage für grünen Wasserstoff. Das ist ein wichtiger Schritt für die industrielle Energieversorgung der Zukunft. Gleichzeitig investiert die OMV mit dem Projekt im niederösterreichischen Wittau in die Stabilität der heimischen Energieversorgung und erschließt dort den größten Gasfund in Österreich seit mehr als 40 Jahren.
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