Wurde total zerstört

Solarflugzeug „Solar Impulse“ in Mexiko abgestürzt

Ausland
08.05.2026 12:25
Porträt von krone.at
Von krone.at

Das Schweizer Solarflugzeug „Solar Impulse“ ist im Golf von Mexiko abgestürzt und dabei vollständig zerstört worden. Einen entsprechenden Medienbericht bestätigte am Freitag die US-Verkehrssicherheitsbehörde.

Demanch habe ein Leistungsabfall habe zum Absturz des Flugzeugs geführt, wie das National Transportation Safety Board (NTSB) mitteilte. Der unbemannte Flug sei am Montagmorgen, dem 4. Mai, vom Stennis International Airport im US-Bundesstaat Mississippi gestartet.

Das Flugzeug sei dann in internationalen Gewässern in der Bucht von St-Louis abgestürzt. Verletzt wurde niemand. Das NTSB kündigte einen Abschlussbericht nach Ende der laufenden Untersuchungen an.

Historische Weltumrundung
Der Absturz ereignete sich zehn Jahre nachdem das Flugzeug seine historische Weltumrundung ohne Treibstoff beendet hatte. Am 26. Juli 2016 landete die Solar Impulse 2 in Abu Dhabi, von wo aus sie am 9. März 2015 gestartet war. In 17 Etappen legte das Flugzeug 42.000 Kilometer zurück und überquerte vier Kontinente.

Die beiden Piloten, der Waadtländer Bertrand Piccard und der Zürcher André Borschberg, wechselten sich im Cockpit ab. Das Flugzeug wog nur eineinhalb Tonnen, besaß aber die Spannweite eines Boeing 747. Rund 17.000 Solarzellen auf den Flügeln versorgten die Batterien mit Energie und ermöglichten eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde.

Verkauf und militärische Nutzung
Drei Jahre nach diesem Erfolg verkaufte die „Solar Impulse“ das Flugzeug an das spanisch-amerikanische Start-up Skydweller. Der Verkaufspreis wurde nie bekannt gegeben. Skydweller wollte das Know-how nutzen, um unbemannte, autonome Fluggeräte für Überwachungszwecke zu entwickeln. Später wurde bekannt, dass die US-Marine Tests mit dem Fluggerät finanzierte.

Mit dem Absturz platzt daher auch der Plan, das Flugzeug in der Schweiz auszustellen. Im Kaufvertrag mit Skydweller war ursprünglich vereinbart worden, dass die „Solar Impulse“ nach ihrer Nutzung in das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern kommen sollte.

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