ORF in Verruf. Gehörig in Verruf geraten ist „unser“ ORF, der öffentlich-rechtliche Sender, der eigentlich im Eigentum der Öffentlichkeit, also der Gebührenzahler, steht. „Eigentlich“: Denn in Wahrheit bleibt er trotz aller in jüngster Vergangenheit bekannt gewordener Skandale und Affäre im Klammergriff der Politik. Durch die Politik und durch skandalumwitterte Gagenkaiser im eigenen Haus so sehr in Verruf zu geraten – das wollen sich die ORF-Beschäftigten nicht gefallen lassen. Nach einer ersten Resolution, in welcher der Redakteursrat unter anderem die Abberufung der Stiftungsratsspitze gefordert hatte, stellen sie nun konkrete Forderungen zu diesem Gremium, das demnächst in hurtig vorgezogenen Terminen über die Besetzung der Generaldirektion und der Landesdirektionen bestimmt.
Scherbenhaufen. Der Stiftungsrat müsse dem öffentlich-rechtlichen Auftrag verpflichtet sein, nicht Partei-Interessen, heißt es etwa. Denn derzeit, wird kritisiert, sei „dieses Aufsichtsgremium großteils politisch besetzt“. Solange die Geschäftsführung von den Fraktionen bestellt werde, sei sie von der Politik abhängig. Die Direktorinnen sollten aber in geheimer Wahl von unabhängigen, anerkannten Experten bestellt werden. Nur ein Traum? Nein – eine legitime Forderung, die von der Politik endlich zu erfüllen ist! Denn worauf die Sender-Leute auch hinweisen: „Der ORF gehört den Menschen in Österreich, nicht den Parteien.“ Wenn das die Parteien nicht rasch erkennen, werden sie einen Scherbenhaufen ernten.
Kommen Sie gut durch den Freitag!
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.