43 Mobbing-Vorfälle listete eine Beamtin gegen einen hochrangigen Polizeibeamten auf – unter anderem soll er sie sogar ausspioniert haben. Ein Endgergebnis der internen Prüfung ist nun da.
Ein Spitzenbeamter der Landespolizeidirektion Steiermark soll, wie die „Krone“ und APA in gemeinsamer Recherche ans Tageslicht brachten, eine Abteilungsleiterin jahrelang schikaniert haben. Unter anderem soll er die Frau ausspioniert, über sie vor anderen geschimpft und ihr verboten haben, an der Beerdigung einer Kollegin teilzunehmen – sie solle stattdessen „ihre Aufgaben erledigen“. Die Frau hat schlussendlich in 43 Punkten Disziplinaranzeige gegen den Beamten, der schon einmal disziplinär belangt worden war, erstattet.
Der Beschuldigte wehrt sich gegenüber der „Krone“ und der APA zu den Vorwürfen: „Die Behauptungen basieren auf der persönlichen Einschätzung der Abteilungsleiterin und sind naturgemäß subjektiv“. Wie Landespolizeidirektor Gerald Ortner mitteilte, wurde der Beamte bis zur Klärung von der Dienst- und Fachaufsicht gegenüber der Frau entbunden.
Ich wurde heute über das Ergebnis unterrichtet und bin über den Ausgang des Erhebungsverfahrens sehr verwundert und enttäuscht.
Anwalt Andreas Kleinbichler
Gespräche zwischen Beteiligten noch ausständig
Die Landespolizeidirektion prüfte den Fall intern, eine Befangenheit wurde wider Erwarten dementiert. Die Erhebungen sind nun abgeschlossen. Hieß es seitens der Landespolizeidirektion am Donnerstag vorerst, mit einem Ergebnis sei erst Anfang nächster Woche zu rechnen, kam nun doch die Meldung: „Es konnten keine Verfehlungen festgestellt werden. Zwischen den Beteiligten sind nun Gespräche in Form von Mediation ausständig“, sagt Polizei-Sprecher Fritz Grundnig zur „Krone“. Anwalt Andreas Kleinbichler vertritt das vermeintliche Mobbing-Opfer: „Ich wurde heute über das Ergebnis unterrichtet und bin über den Ausgang des Erhebungsverfahrens sehr verwundert und enttäuscht. Für mich lässt sich das nicht nachvollziehen.“
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