43 Mobbing-Vorfälle listete eine Beamtin gegen einen hochrangigen Polizeibeamten auf – unter anderem soll er sie sogar ausspioniert haben. Ein Endgergebnis der internen Prüfung dürfte nun da sein.
Ein Spitzenbeamter der Landespolizeidirektion Steiermark soll, wie die „Krone“ und APA in gemeinsamer Recherche ans Tageslicht brachten, eine Abteilungsleiterin jahrelang schikaniert haben. Unter anderem soll er die Frau ausspioniert, über sie vor anderen geschimpft und ihr verboten haben, an der Beerdigung einer Kollegin teilzunehmen – sie solle stattdessen „ihre Aufgaben erledigen“. Die Frau hat schlussendlich in 43 Punkten Disziplinaranzeige gegen den Beamten, der schon einmal disziplinär belangt worden war, erstattet.
Der Beschuldigte wehrt sich gegenüber der „Krone“ und der APA zu den Vorwürfen: „Die Behauptungen basieren auf der persönlichen Einschätzung der Abteilungsleiterin und sind naturgemäß subjektiv“. Wie Landespolizeidirektor Gerald Ortner mitteilte, wurde der Beamte bis zur Klärung von der Dienst- und Fachaufsicht gegenüber der Frau entbunden.
Es sind Gespräche zwischen den Beteiligten in Form von Mediation ausständig.
Polizei-Sprecher Fritz Grundnig
Gespräche zwischen Beteiligten noch ausständig
Die Landespolizeidirektion prüfte den Fall intern, eine Befangenheit wurde wider Erwarten dementiert. Die Erhebungen sind nun abgeschlossen: „Zum Ergebnis können wir allerdings noch nichts sagen. Es sind Gespräche zwischen den Beteiligten in Form von Mediation ausständig“, sagt Polizei-Sprecher Fritz Grundnig auf „Krone“-Anfrage. Anwalt Andreas Kleinbichler vertritt das vermeintliche Mobbing-Opfer: „Auf das Endergebnis bin ich sehr gespannt. Jeder Schritt zur Beruhigung der Situation ist begrüßenswert.“
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