Romas Kirveliavicius siegte mit den Vöslauer Handballern zum Viertelfinal-Auftakt gegen Bärnbach/Köflach. Im Sommer beendet er seine lange Karriere, hat davor aber noch ein großes Ziel...
Litauen, Österreich, Deutschland und wieder Österreich. Vöslaus Romas Kirveliavicius kam in seiner 30-jährigen Karriere viel herum. Jetzt zieht er zu Saisonende den Schlussstrich, pocht davor aber noch auf den Meistertitel – und seine finale Krönung.
Der gebürtige Litauer fand im Alter von Acht Jahren zum Handball – über einen Flyer in der Schule. „Wir sind eine Basketballnation. Das hat mich allerdings nicht so gereizt. An der Größe wäre es aber nicht gescheitert“, grinst der 2-Meter-Hüne.
Die deutsche Bundesliga als größten Traum
Nach nur einer Profi-Saison wagte er 2008 den Sprung zu den Fivers, erhielt sechs Jahre später die österreichische Staatsbürgerschaft. In weiterer Folge absolvierte er 46 Länderspiele – und erfüllte sich 2014 seinen größten Traum: „Die deutsche Bundesliga. Vor über zehn Tausend Zuschauern zu spielen, ist einfach eine ganz andere Welt“, schwärmt der 38-Jährige. „Diese Erinnerungen haben mir die Entscheidung, aufzuhören, schwer gemacht.“
Familienmensch „Kiwi“
Kirveliavicius, der von Teamkollegen aufgrund seines komplizierten Nachnamens stets liebevoll „Kiwi“ gerufen wird, setzt nun aber seine Prioritäten anders. Neben seiner Arbeit als Totengräber möchte er mehr Zeit für seine zwei kleinen Töchter haben, mit denen er beim Anruf der „Krone“ gerade die Sonne am Spielplatz genoss.“Das Knie und die Bandscheibe machen Probleme. Aber primär war es eine Entscheidung für die Familie!“
Daumen sind gedrückt
Zuvor geht er aber noch ein letztes Mal mit Vöslau in die Play-offs. Der Grunddurchgangssieger gastiert am Mittwoch (18 Uhr) bei Bärnbach/Köflach, könnte nach dem Sieg im ersten Duell bereits den ersten Halbfinal-Einzug der Vereinsgeschichte fixieren. Bei einem Weiterkommen könnte im Halbfinale dann sein Ex-Verein Krems warten. Der amtierende Meister steht am Mittwoch (19.30 Uhr) beim Heimspiel gegen Ferlach nach der Niederlage im ersten Spiel bereits unter Zugzwang. „Kiwi“ drückt ihnen jetzt zwar die Daumen, aber: „In der Halle gäbe es dann aber keine Freunde mehr“, zwinkert er.
Kilian Wazik
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