Maiaufmarsch 2026, Tausende haben sich auf dem Wiener Rathausplatz versammelt. Auf der Tribüne wartet der SPÖ-Bundesparteivorsitzende auf seinen großen Auftritt, er wirkt etwas nervös. Zu den Bonmots seiner Vorredner Bürgermeister Michael Ludwig (in Anzug mit roter Krawatte) und Gewerkschaftsbund-Präsident Wolfgang Katzian (in rotem Poloshirt) klatscht er in Gedanken versunken zeitversetzt.
Zehn Sekunden lässt sich Babler dann auch am Mikro Zeit, bevor er seine Rede startet. Erst zögerlich, mit verhaltenem Applaus, dann immer furioser, bis er sich schließlich so richtig in Hochform brüllt. Gegen die Banken, gegen die Konzerne, gegen die Immobiliengewinner. Für Frauenrechte und Gewaltschutz, Frieden und Solidarität.
Das Publikum folgt ihm, dem Kämpfer und Träumer, mit immer stärker werdendem Jubel – was erstaunlich ist für einen, unter dessen Führung die SPÖ auf ein Rekordtief gesunken ist.
Schließlich richtet Babler sein Wort an die vielen Kinder, die im Publikum auf Schultern sitzen und rote Fahnen schwingen. Verspricht ihnen, dass sie in einem Land leben werden, in dem das Leben leistbar ist, in dem Frauen und Männer gleich viel verdienen, in dem die Herkunft nicht über die Zukunft entscheidet. Das geht den Müttern und Vätern ans Herz.
Es ist ein Heimspiel für den SPÖ-Chef in der roten Hochburg Wien. Um den Abwärtstrend zu stoppen, muss Babler aber auch ein paar Auswärtsspiele gewinnen.
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