Kehrtwende vor Richter

Strafe nach Suizidversuch durch Polizeikugeln

Oberösterreich
01.05.2026 07:00

Das war eine 180-Grad-Wende, die ein Angeklagter bzw. sein Anwalt am zweiten Prozesstag rund um einen versuchten „Suicide by Cop“ hinlegten. Nachdem zuerst ein Freispruch gefordert wurde, bekannte sich der Mühlviertler in Linz schuldig, Widerstand gegen die Polizei versucht zu haben, damit er erschossen wird.

Am zweiten Verhandlungstag kam die große Wende: Ein 62-jähriger Mühlviertler, der sich im Vorjahr von der Polizei erschießen lassen wollte und deshalb wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt angeklagt war, legte nun ein volles Geständnis ab. Der Anwalt des Mühlviertlers, der beim Vorfall eine Waffe auf einen Beamten richtete und selbst zweimal angeschossen wurde, plädierte zuerst auf Freispruch, verlangte, alle vier Polizisten, die in Rohrbach dabei waren, als Zeugen zu hören sowie neue Gutachten.

Auch Polizist nach Urteil erleichtert
Doch die Zeugen brauchte man nun doch nicht. Der Angeklagte bekannte sich schuldig und nahm den Schuldspruch – zehn Monate bedingt – an. Für eine mutmaßliche Drohung gegen eine Bekannte, der er seine Waffe gezeigt und seinen Suizid angekündigt hatte, wurde er freigesprochen. Erleichtert war auch jener Polizist, der in Notwehr zweimal abgedrückt hatte und gegen den sogar wegen Mordversuchs ermittelt worden war: „Damit kann ich mit diesem Kapitel auch abschließen.“

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