„Krone“-Stopplicht

Seelenlos

Formel 1
01.05.2026 07:24

Seelenlos

Viele Fans sind längst ausgestiegen – und etliche Stars aus der Vergangenheit würden in die aktuellen Boliden gar nicht mehr einsteigen. Drastische Regeländerungen läuteten 2026 eine neue Ära in der Formel 1 ein. Ein Schuss, der nach hinten losging. Die Königsklasse erlebt aktuell eine der wohl schwierigsten Phasen ihrer langen Geschichte.

 Die Umstellung auf ein 50:50-Verhältnis zwischen Verbrennungsmotor und Elektroleistung wird heftig kritisiert, der vierfache Weltmeister Max Verstappen schüttelt den Kopf: „Wir haben eine Formel E auf Steroiden!“ Auf der Geraden müssen die Piloten runterschalten, um Batterien zu laden, Kurven werden nicht mehr voll gefahren, um Energie zu sparen.

Fahrer klagen aufgrund des neuen Aerodynamik-Konzepts über teils „unkontrollierbare“ Autos, der Brite Lando Norris warnt: „Die Rennwagen könnten von den besten sogar zu den schlechtesten werden.“ 

„Boost“-Button, Overtake-Mode, Superclipping oder die MGU-K-Strategie – die neuen Begriffe überfordern die Fans. Auch wenn die Anzahl der Überholmanöver steigt, erhalten die Grand Prix einen künstlichen Charakter, von seelenlosen Batterieschlachten ist die Rede. Mittels Knopfdruck an einem Gegner vorbeizuziehen, erinnert eher an ein Computerspiel als an die anerkannteste Motorsport-Klasse der Welt. Die Formel 1 boomt, neue Märkte wurden erfolgreich erobert, das Rundherum modernisiert – doch die DNA des ehrlichen Rennsports muss erhalten bleiben, sonst droht der Anhang enttäuscht zu werden.

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