Vom Ermittler zum Angeklagten: Ein Tiroler Polizist griff mehrfach in den Asservatenschrank und entwendete Kokain für den Eigenkonsum. Vor Gericht zeigte sich der 38-Jährige geständig. Nun fiel das Urteil.
Ein Kriminalbeamter (38), der eigentlich für die Verbrechensbekämpfung zuständig war, sorgte im Sommer des Vorjahres in Tirol für Kopfschütteln. Der Gesetzeshüter soll ausgerechnet im Landeskriminalamt sichergestellte Drogen gestohlen haben. Mit einem widerrechtlich erlangten Schlüssel stibitzte der werdende Vater direkt aus dem Asservatenschrank eines Vorgesetzten bei mehreren Zugriffen insgesamt 42 Gramm Kokain.
Bei Prozess voll geständig
Bei seiner Einvernahme vor Gericht, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, zeigte sich der Mann geständig. Als Motiv hatte er schon bei den Kollegen Eigenbedarf angegeben.
Urteil noch nicht rechtskräftig
Über den Tiroler wurden schließlich wegen des Diebstahls sowie des Siegel- und Verstrickungsbruchs vier Monate bedingte Haft und eine Geldstrafe von 3600 Euro verhängt. Der Mann nahm das Urteil sofort an, es ist aber noch nicht rechtskräftig.
Da er den Polizeidienst bereits vor einiger Zeit selbst quittiert hatte, bleibt ihm zumindest ein Disziplinarverfahren erspart.
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