Seit Tagen bereits bekannt, jetzt offiziell: Über das Zentrum für Tageseltern (TEZ), eine der größten Salzburger Kinderbetreuungseinrichtungen, ist am Donnerstag das Konkursverfahren eröffnet worden.
Wie von der „Krone“ bereits berichtet, ist es nun amtlich: Der Verein TEZ, der mit rund 160 Tageseltern knapp 550 Kinder im Bundesland betreut, hat einen Schuldenberg von knapp 2,7 Millionen Euro angehäuft. Das teilen heute Gläubigerschutzverbände wie der KSV1870 mit.
Als Insolvenzursache wurden immer wieder die steigenden Personalkosten genannt. Das TEZ versuchte heuer im März noch, über eine Reduktion der Zulagen und gleichzeitig eine Aufstockung der Fördermittel durch das Land wieder Oberwasser zu bekommen. Allerdings wollten 27 Mitarbeitende die Kürzung ihrer Zulagen nicht hinnehmen.
Durch die Kündigungen entstanden Mehrkosten für Abfindungsansprüche, Überstundenabgeltungen und Urlaubsansprüche in der Höhe von mehreren hunderttausend Euro, wie der Verein informierte. Seitens des Landes wurde signalisiert, dass man an einer Lösung für Kinder, Eltern und Mitarbeitende mitwirke.
Fast jede zweite Gemeinde betroffen
Vom Konkurs betroffen sind auch rund 75 Gläubiger, darunter etwa 50 Gemeinden, das ist beinahe jede zweite Kommune im Bundesland. Das TEZ strebt keine dauerhafte Unternehmensfortführung mehr an. Der Masseverwalter soll nun klären, ob und für welchen Zeitraum als Übergangslösung eine befristete Fortführung erfolgen kann.
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