Ehe die ÖSV-Kader offiziell bekannt gegeben werden, steht bereits fest: Salzburg erleidet einen großen Rückschlag. Der sportliche Leiter im Alpinbereich wählt klare Worte und nimmt den Landesverband in die Pflicht. Auch der ÖSV habe in der Vergangenheit einiges verabsäumt.
Dass es noch dauern wird, bis Salzburg zurück zu alter gewohnter Stärke im Ski-Weltcup findet, ist längstens bekannt. Bereits im Dezember 2024 sprach Rudi Plazotta, sportlicher Leiter im Alpinbereich, davon, dass einige Jahre vergehen müssten, bis es wieder besser läuft. Eine Aussage, die weiterhin ihre Gültigkeit hat. Denn der neue ÖSV-Kader, der erst öffentlich wird, bringt keine guten Nachrichten.
„Wir waren nicht gut vorbereitet“
Einige Sportler wie Stefan Schaidreiter haben keinen Kaderplatz mehr bekommen und auch nicht die Möglichkeit, mittrainieren zu dürfen. Schaidreiter (SK Kleinarl) hat seine Karriere bereits beendet. Mit nur 22 Jahren. Und auch bei dem einen oder anderen Kollegen, der nicht mehr berücksichtigt wird, deutet vieles auf einen endgültigen Abtritt von der Skibühne hin. Sie alle gehören zu den Jahrgängen (2003, 2004 etc.), die Salzburgs Zukunft hätten bilden sollen.
„Da entsteht eine extreme Lücke, die sehr wehtut“, sagt Plazotta. Kritik an den Kaderrichtlinien bzw. am Quali-Modus lässt er nicht aufkommen. „Das war alles fair und transparent.“
Er nimmt den Landesverband in die Pflicht: „Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Wir haben die Sportler nicht gut genug auf das System ÖSV vorbereitet“, sagt der Sportliche Leiter. Aber auch der österreichische Skiverband habe viel versäumt. „Es hat ständige Wechsel an wichtigen Positionen gegeben, es war kein durchgehendes System erkennbar.“
Positive Effekte werden erst in Jahren ersichtlich sein
Trotz des erwarteten Kahlschlags, der wohl nur durch ein Wunder ausgemerzt werden kann, blickt Plazotta zuversichtlich nach vorn. Man sei im Schüler- und Jugendbereich auf einem guten Weg. „Ich glaube schon, dass wir da die richtigen Knöpfe gedrückt haben.“ Die hoffentlich positiven Auswirkungen werden erst in einigen Jahren erkennbar sein.
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