89-Jähriger in Haft
Schock in Athen: Bewaffneter Angriff auf Ämter
Ein mit einem Jagdgewehr bewaffneter Mann hat am Dienstag in zwei Amtsgebäuden in der griechischen Hauptstadt Athen mehrere Menschen verletzt. Ein 89-jähriger Verdächtiger wurde wenige Stunden nach den Bluttaten verhaftet, als er auf dem Weg nach Italien war.
Zunächst eröffnete der mutmaßliche Täter in einem Gebäude der griechischen Sozialversicherung das Feuer und verletzte eine Mitarbeiterin am Bein. Kurz darauf soll derselbe Mann in einem Gerichtsgebäude erneut geschossen und vier weitere Menschen leicht verletzt haben. Sofort wurde das Gericht evakuiert und abgeriegelt – allerdings konnte der Bewaffnete vorerst flüchten. Wenige Stunden später klickten in der westgriechischen Hafenstadt Patras die Handschellen.
Augenzeugen beschrieben den Mann als verwirrt. Er soll in den vergangenen Jahren psychiatrisch behandelt worden sein, hieß es aus Polizeiquellen. Alle Verletzten seien außer Lebensgefahr, teilte der Rettungsdienst mit. Nach ersten Informationen des griechischen Rundfunks könnte ein Streit mit den Behörden um die Rente der Auslöser des Zwischenfalls gewesen sein.
Heftige Debatte über mangelnde Sicherheit
Die Angriffe haben eine heftige Debatte über laxe Sicherheitsvorkehrungen in griechischen Amtsgebäuden ausgelöst. Die Richtervereinigung spricht vor der „schlimmstmöglichen Demonstration der Abwesenheit von ausreichenden Sicherheitsmaßnahmen“. Der Verband der Gerichtsdiener bemängelt laut einem Bericht der Tageszeitung „Kathimerini“, dass Körperscanner jahrelang nicht benutzt worden seien, weil es kein eigens geschultes Personal gegeben habe.









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