Die Wiener Stadtregierung sagt der Verschmutzung rund um die Altkleidercontainer im öffentlichen Raum den Kampf an. Ab 1. Jänner 2027 dürfen diese nicht mehr aufgestellt werden.
Herausgerissene Kleidungsstücke, die wild verstreut auf den Gehsteigen liegen. Altkleidercontainer wurden zuletzt immer häufiger illegal geplündert und der Inhalt unachtsam auf die Straßen geworfen, wir berichteten.
Hunderte Beschwerden langten bei der Stadt Wien ein, hieß es bei einem Pressegespräch am Mittwoch. Nun will die Stadt der zunehmenden Vermüllung, die auch Tür und Tor für Ungeziefer öffnet, den Kampf ansagen. Die Konsequenz: Ab 1. Jänner 2027 sollen Altkleidercontainer auf öffentlichem Grund gänzlich verboten werden.
Wo die Kleidung entsorgt werden sollte
Rechtliche Grundlage ist eine Änderung des Wiener Gebrauchsabgabengesetzes sowie einer Ortspolizeilichen Anordnung, informierte Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ). Sie erklärte auch, dass die Stadt mehrmals versucht hatte, die Betreiber, in Wien mehrheitlich Humana und Öpula, in die Pflicht zu nehmen. „Leider waren diese Bemühungen erfolglos“, sagte sie. Jetzt sehe man sich zu Konsequenzen gezwungen.
Das Sammeln von Altkleidern bleibt weiterhin erlaubt, fügte Umweltstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) an. Er verwies etwa auf die 48er-Tandler, die Caritas oder Volkshilfe und die Wiener Mistplätze. 500 Altkleidercontainer bleiben außerdem weiter vorhanden. Sie stehen nämlich auf Privatgründen.
Zudem begrüße er auch den Trend der Vintage-Läden in Wien, wo ebenfalls Kleidung abgegeben werden kann.
Verschlissene T-Shirts, Hosen und Co. gehören aber in den Restmüll, wird MA48er-Chef Josef Thon nicht müde zu betonen. „Bitte nur jene Kleidung weitergeben, die man auch einen Freund schenken würde“, wurde er deutlich.
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