Mahnung aus Tirol

„Finanzielle Spielräume am Arbeitsmarkt enger“

Tirol
29.04.2026 11:00

Zum bevorstehenden Tag der Arbeitslosen macht die Organisation „arbeit plus“ auf die Wichtigkeit von Initiativen für Langzeit-Betroffene aufmerksam. Und sie fordert daher auf Bundesebene eine klare Prioritätensetzung.

Stabil zeigte sich der Arbeitsmarkt in Tirol im März. Wie berichtet, waren mit Monatsende 16.315 Personen arbeitslos gemeldet, im Jahresvergleich ein Rückgang um 1,0 Prozent. Gleichzeitig ist jedoch die Zahl der Langzeitarbeitslosen in die Höhe geschnellt. 2359 Betroffene bedeuten ein Plus von 16,2 Prozent gegenüber 2025.

„Viele von ihnen leben mit gesundheitlichen Einschränkungen, sind über 50 Jahre alt oder verfügen maximal über einen Pflichtschulabschluss“, macht die Organisation arbeit plus – Soziale Unternehmen Tirol anlässlich des Tags der Arbeitslosen, der jährlich am 30. April begangen wird, aufmerksam.

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Jetzt habe ich wieder das Gefühl, ich kann was – und das nimmt mir keiner mehr.

Patrick Gritsch

Absicherung von Angeboten gefordert
Parallel zum Anstieg an Langzeitarbeitslosen mahnt Geschäftsführerin Christine Regensburger, dass „die finanziellen Spielräume in der Arbeitsmarktpolitik enger werden. Auch das Arbeitsmarktservice steht unter wachsendem Budgetdruck“. Sie fordert auf Bundesebene klare Prioritätensetzungen. Eine stabile und ausreichend dotierte Finanzierung der Arbeitsmarktpolitik sei essenziell, um die bestehenden Angebote für Langzeitarbeitslose abzusichern.

Mit den Angeboten bezieht sich die Geschäftsführerin auf Betriebe wie WAMS, Ho&Ruck, ISSBA, Gwandolina, Schindel und Holz, Volkshilfe Startup, Carla St. Johann oder Artis Innsbruck. Diese ermöglichen durch befristete Beschäftigung, Qualifizierung und persönliche Begleitung konkrete Übergänge in den Arbeitsmarkt. „Viele von ihnen sind eng an die regionale Wirtschaft angebunden und erwirtschaften bereits 55 bis 60 Prozent ihrer Mittel selbst“, verweist Regensburger auf die Effizienz.

„War lange ohne Job und traute mir nichts mehr zu“
Wie wichtig derartige Initiativen sind, zeigt das Beispiel von Patrick Gritsch: „Ich war lange ohne Job und hab mir ehrlich gesagt selbst nicht mehr viel zugetraut. Bei Ho&Ruck bin ich wieder reingekommen – mit fixer Struktur, Arbeit im Team und Leuten, die daran glauben, dass man es schafft“, erzählt der ehemalige Transitmitarbeiter.

Er hat mittlerweile eine fixe Anstellung in einem anderen Unternehmen. „Jetzt habe ich wieder das Gefühl, ich kann was – und das nimmt mir keiner mehr.“

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