Rekordinvestment 2026

Asfinag investiert erstmals über 2 Milliarden Euro

Wirtschaft
28.04.2026 14:10

Autobahn- und Schnellstraßenbetreiber Asfinag will heuer erstmals über zwei Milliarden Euro investieren, bis 2031 sollen es sogar insgesamt 12,5 Milliarden Euro sein. Hauptgrund dafür ist die teilweise schon in die Jahre gekommene Infrastruktur. Finanziert werden die Projekte insbesondere über die Mauterlöse. Im Vorjahr legten diese um stolze 8,2 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro zu.

33,1 Milliarden Kilometer wurden 2025 auf Österreichs hochrangigen Straßennetz in Summe zurückgelegt. Das entspricht einem Plus zum Jahr davor von nur 0,3 Prozent. Das starke Plus bei den Mauteinnahmen erklärt sich demnach nicht durch mehr Verkehr, sondern durch die indexierten Tarife. So kostete beispielsweise im Vorjahr eine Pkw-Jahresvignette mit 103,80 Euro um 7,7 Prozent mehr als noch im Jahr davor.

12,5 Milliarden Euro Bauvolumen bis 2031
Da viele Teile des Asfinag-Netzes bereits in die Jahre gekommen sind, wird das Investitionsvolumen die nächsten Jahre hoch bleiben. Von den geplanten 12,5 Milliarden Euro bis 2031 sollen fast zwei Drittel (62 Prozent) in die Erhaltung der bestehenden Infrastruktur fließen. Jährlich sind in etwa 350 große Bauvorhaben angedacht.

Heuer zählen dazu beispielsweise der Lückenschluss der S1 im Regionenring um Wien und der Abschnitt zwei mit Tunnel Freinberg auf der A26 Donau Süd. Besonders hervorgehoben wird das größte Sanierungsprojekt der Asfinag-Geschichte: die Generalsanierung des Katschberg- und Tauerntunnels. Ab Herbst 2026 werden über einen Zeitraum von sechs Jahren insgesamt etwa 25 Kilometer Tunnelröhren umfassend modernisiert.

Investitionen in E-Mobilität und Digitalisierung
Parallel dazu verstärkt die Asfinag ihre Bemühungen hinsichtlich E-Mobilität und Digitalisierung. Es soll beispielsweise künftig auf Autobahnen alle 25 Kilometer auch Ladestellen für E-Lkw geben. Aktuell laufen Vergabeverfahren für die ersten 21 Asfinag-Rastplätze, um dafür Betreiber zu finden.

Asfinag-Vorstände Hartwig Hufnagl und Herbert Kasser (re.).
Asfinag-Vorstände Hartwig Hufnagl und Herbert Kasser (re.).(Bild: asfinag © eap.at | Gerry Mayer-Rohrmoser)

Gleichzeitig forciert man den Umstieg auf die digitale Vignette. Heuer ist bekanntlich das letzte Jahr der „Klebe-Vignette“, ab 2027 gibt es diese nur mehr digital. Dazu will man die Vertriebsstützpunkte von 3500 auf 4500 erhöhen und die derzeit etwa 100 Automaten (etwa an Grenzstellen) punktuell weiter aufstocken. Aktuell sind 80 Prozent aller Pkw-Jahresvignetten schon digital.

Ausbauprogramm drückt Gewinn, Staat kassiert über halbe Milliarde
Das massive Investitionsprogramm wird mittelfristig zu einer Abflachung der Gewinnkurve sowie zu einer moderaten Zunahme der Verschuldung (Nettoschulden lagen 2025 bei rund 10,7 Milliarden Euro) führen, so die beiden Vorstände Herbert Kasser und Hartwig Hufnagl.

(Bild: Krone KREATIV)

Im Vorjahr hat die Asfinag – trotz Investitionen von fast 1,6 Milliarden Euro – einen Jahresüberschuss von rund 840 Millionen Euro eingefahren. Die Mauteinnahmen (Lkw und Pkw) betrugen insgesamt 2,7 Milliarden Euro – ein Plus von 8,2 Prozent (siehe Grafik). Der Staat hat über Steuer- und Dividendenzahlungen über eine halbe Milliarde Euro kassiert.

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Auch bei uns fällt das Geld nicht von den Bäumen.

Vorstand Herbert Kasser betont, dass auch die Asfinag spart bzw. laufend Effizienzsteigerungen umsetzt.

Für heuer sind die Asfinag-Chefs „vorsichtig optimistisch“. Einerseits könnten Urlauber aufgrund der aktuellen geopolitischen Probleme verstärkt mit dem Auto auf Reisen gehen. Andererseits gehe man auch beim Schwerverkehr von einer leichten Steigerung aus.

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