30. Mai am Brenner:

Obwohl Chaos droht, wird die Blockade genehmigt

Tirol
28.04.2026 14:30

Es braut sich was zusammen. Nachdem das Landesverwaltungsgericht keinen Grund für Behörden sieht, die geplante Blockade der Tiroler Brennerautobahn am 30. Mai zu untersagen, schlägt die Asfinag Alarm. Ein Chaos wird befürchtet, doch das Land genehmigt die Blockade trotzdem!

Die Karl Mühlsteiger, Bürgermeister der Gemeinde Gries am Brenner, will am 30. Mai den Brennerkorridor lahmlegen. Ziel ist es, gegen die Verkehrsbelastung durch die Autobahn im Wipptal zu demonstrieren und aufzuzeigen, dass nur eine Tunnellösung bei der Luegbrücke den geplagten Anrainern eine Entlastung gebracht hätte. 

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Die Auswirkungen auf Tirol und die Nachbarländer werden immens sein.

Aus dem offenen Brief

Der Termin rückt unaufhaltsam näher und bei der Asfinag steigt die Nervosität. Jetzt haben sich die Verantwortlichen in einem offenen Brief an Landeshauptmann Anton Mattle, die zuständige Bezirkshauptfrau Kathrin Eberle und den obersten Verkehrspolizisten Tirols Enrico Leitgeb gewandt. Darin wird eindringlich vor den Folgen deiner Komplettsperre des Brennerkorridors gewarnt. 

32.000 Fahrzeuge suchen alternative Routen
„Verkehrliche Einschätzungen der Asfinag gehen davon aus, dass mehr als 32.000 Fahrzeuge im geplanten Zeitraum der Totalsperre nicht den Brenner passieren können“, heißt es erklärend in dem Schreiben. Doch was passiert, wenn diese Autos alternative Routen suchen? Das beschreibt die Asfing in dem Papier ausführlich. 

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Eine Verlagerung des Verkehrs auf das niederrangige Straßennetz wäre unter diesen Umständen wohl unvermeidbar.

Aus dem offenen Brief

„Eine Verlagerung des Verkehrs auf das niederrangige Straßennetz wäre unter diesen Umständen wohl unvermeidbar.“ Besonders betroffen wäre laut Asfinag nicht nur Tirol, sondern auch die Bundesländer Kärnten, Salzburg und Oberösterreich entlang der A10 (Tauernautobahn) und A9 (Pyhrn Autobahn). „Auch Vorarlberg müsste mit erheblichen Belastungen aufgrund der notwendigen Sperre, möglicher Rückführungen des Verkehrs vor Einfahrt nach Tirol bzw. aufgrund des Umwegverkehrs rechnen.“

„Einer der verkehrsstärksten Tage“
Die Blockade kommt zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt, wie die Asfinag betont: „Aktuelle Verkehrsprognosen zeigen, dass der betroffene Tag zu den verkehrsstärksten des Jahres zählen wird. In drei der bevölkerungsreichsten deutschen Bundesländer – Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt – fallen Ferienzeiten zusammen, gleichzeitig ist in Italien am 2. Juni mit dem ,Tag der Befreiung´ ein Feiertag.“ Zudem führt die Autobahngesellschaft Großveranstaltungen wie das Innsbrucker Bogenfest und eine Tanzveranstaltung in der Olympiahalle als zusätzliche Verkehrsbringer ins Treffen. 

Karl Mühlsteiger, Bürgermeister von Gries am Brenner, spricht von einer Extrembelastung der ...
Karl Mühlsteiger, Bürgermeister von Gries am Brenner, spricht von einer Extrembelastung der Bevölkerung durch den Neubau der Luegbrücke.(Bild: Christof Birbaumer)

„Die Auswirkungen auf Tirol und die Nachbarländer werden immens sein!“ An diesen Satz knüpft die Asfinag die Forderung an die Behörden, die Blockade doch noch zu untersagen.  

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