Pilotprojekt in Tulln

Digitalisierung für Senioren verständlich machen

Niederösterreich
26.04.2026 10:50

Einfach, klar, persönlich: Pensionisten erhalten ab sofort in Tulln (NÖ) Informationen über die weite Welt von Web und Bytes. Im Haus der Digitalisierung fand gestern der erste Workshop statt.

Die digitale Welt hat unseren Alltag bereits in allen Bereichen erreicht. Damit diese Entwicklungen auch für Senioren verständlich und nutzbar sind, erweitert das Haus der Digitalisierung in Tulln nun sein Vermittlungsangebot. Ein Pilotprojekt verbindet den Besuch der aktuellen Ausstellung und einen praxisnahen Workshop.

Den Auftakt machte eine Gruppe der NÖ Senioren: 40 Pensionisten aus dem Bezirk Waidhofen an der Thaya besuchten das Haus der Digitalisierung. „Es ist wichtig, dass wir Senioren dabei unterstützen, digitale Entwicklungen sicher und selbstbestimmt zu nutzen“, meinte Senioren-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister gestern beim Start der Aktion.

„Im gesellschaftlichen Leben bleiben“
Landtagspräsident und NÖ-Senioren-Landesobmann Carlo Wilfing betont: „Digitalisierung ist keine Frage des Alters, sondern eine enorme Chance für mehr Lebensqualität, Unabhängigkeit und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.“

Zum Programm: In der Ausstellung erleben die Teilnehmer, wie digitale Technologien den Alltag bereits heute prägen und welche Innovationen in Zukunft eine wichtige Rolle spielen können. Interaktive Stationen, digitale Anwendungen und visionäre Projekte aus Niederösterreich und Österreich machen die digitale Transformation anschaulich und greifbar.

Der anschließende Workshop widmet sich praxisnah jenen Fragen, die gerade für ältere Menschen im digitalen Alltag besonders relevant sind: Was ist Künstliche Intelligenz? Wie funktioniert sie? Was muss man können, um KI-Anwendungen sinnvoll zu nutzen? Anhand konkreter Beispiele werden Einsatzmöglichkeiten im Alltag gezeigt – etwa bei Formularen und Behördenwegen, bei Reiseplanung, Kochrezepten, Recherchen, Bedienungsanleitungen, medizinischen Themen oder bei der Kommunikation mit Familie und Freunden.

Fake News, Sicherheit im Internet
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auch auf den Herausforderungen der digitalen Welt. Themen wie Sicherheit im Internet, Datenschutz, Fake News, gefälschte Bilder, Videos oder Stimmen sowie mögliche Fehlinformationen durch KI werden verständlich erklärt und gemeinsam besprochen. Ergänzend werden praktische Anwendungen wie ChatGPT, Claude, WhatsApp-KI oder Sprachassistenten vorgestellt. Die Unterlagen werden den Teilnehmern im Anschluss zum Nachschlagen und Üben zur Verfügung gestellt.

„Digitalisierung betrifft alle Generationen. Gerade deshalb ist es uns wichtig, Angebote zu schaffen, die Menschen von jung bis alt mitnehmen und Berührungsängste abbauen. Mit dem neuen Seniorenformat wollen wir zeigen, wie digitale Technologien und Künstliche Intelligenz im Alltag unterstützen können – und zugleich vermitteln, worauf man im Umgang damit achten sollte“, betonen die Haus der Digitalisierung Geschäftsführer Lukas Reutterer und Claus Zeppelzauer.

Die Rückmeldungen der ersten Gruppe waren durchwegs positiv.  Den Seniorenverbänden werden nun weitere Termine angeboten.

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