Widerlicher Missbrauchsfall in einem Tiroler Sportverein: Ein Trainer (58) verging sich über Monate hinweg an einer erst 13-Jährigen und filmte die intimen Treffen auf der Toilette mit. Jetzt saß der Mann vor Gericht.
Hinter der Fassade eines engagierten Sportclubs in einer idyllischen kleinen Gemeinde in Tirol spielte sich über Monate ein widerlicher Missbrauchsfall ab. Der 58-jährige Trainer ging ein sexuelles Verhältnis mit einem seiner Schützlinge – einer damals 13-jährigen Nachbarstochter – ein. Besonders verstörend: Der gebürtige Steirer filmte einige der intimen Treffen und Handlungen, die unter anderem auf der Toilette des Vereins stattfanden.
Angst vor Bloßstellung
Als die Verbindung der beiden abriss und sich der damals noch verheiratete Mann offenbar gekränkt fühlte, begann eine Zeit voller Angst und Scham für die Jugendliche. Sie fürchtete, bloßgestellt zu werden. Der 58-Jährige soll laut Anklage nämlich gedroht haben, die Aufnahmen über seinen WhatsApp-Status zu veröffentlichen. „Ich habe nur Liebessprüche gepostet. Die intimen Videos und Fotos hätte ich nie verbreitet“, versuchte sich der Angeklagte vor dem Innsbrucker Landesgericht zu rechtfertigen.
Videos als „schöne Erinnerung“ abgespeichert
Dem Wunsch des Mädchens, die Aufnahmen zu löschen, sei er deshalb nicht nachgekommen, weil er sie als „schöne Erinnerung“ behalten wollte. Erst als der psychische Druck unerträglich wurde, wandte sich das Mädchen an seine Mutter und die Tat flog auf.
Urteil noch nicht rechtskräftig
Das Urteil von zwei Jahren und zehn Monaten Haft nahm der 58-Jährige gleich an – es ist aber noch nicht rechtskräftig.
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