Wegen des Iran-Kriegs wird auch der Flugtreibstoff knapp. Mehrere internationale Fluglinien haben bereits reagiert und Flüge gestrichen. Könnte das auch bei Strecken aus und nach Österreich passieren? Krone.tv hat beim Chef von Billigflieger Ryanair nachgefragt.
Weil durch die Einschränkungen in der Straße von Hormuz Kerosin knapp werden könnte, schlägt die Luftfahrtbranche Alarm. Von steigenden Ticketpreisen und gestrichenen Flügen ist als Folge die Rede, selbst bereits gebuchte Tickets sollen nachträglich verteuert werden. Was ist da dran?
Keine Flugstreichungen, aber höhere Ticketpreise möglich
„Die Kerosinversorgung ist bis Ende Mai absolut gesichert“, erklärt der Ryanair-Chef in Österreich, Andreas Gruber. Flugausfälle soll es daher keine geben, auch nach Ende Mai nicht. „Wir rechnen aber schon damit, dass sich die Ticketpreise leicht erhöhen können, auch bei uns. Aber das ist im unteren einstelligen Prozentbereich.“ Deswegen rät er zu einem frühzeitigen Buchen, um die (noch) günstigen Flüge zu sichern.
Größeres Kostenthema sind Abgaben
Weit mehr als der Kerosinmangel beschäftigt ihn die Luftverkehrsabgabe von zwölf Euro pro Ticket. „Wir appellieren lautstark an die österreichische Bundesregierung, die endlich abzuschaffen“, sagt Gruber. Die Abgabe sei für den Standort ein Wettbewerbsnachteil. „Der Flughafen Wien verliert dieses Jahr zehn Prozent der Passagiere, während Bratislava – eine Autostunde von Wien entfernt – um 170 Prozent wächst.“
„An Flugstreichungen wäre die Regierung schuld“
Gruber erklärt, dass – wenn die Abgaben so bleiben, wie sie sind – Ryanair sein Angebot in Österreich reduzieren könnte. „Da kann die Politik nicht zuschauen, wie Arbeitsplätze verloren gehen und die Wirtschaft leidet.“ Sollten Flüge gestrichen werden, würde das nicht am Kerosinmangel, sondern an der österreichischen Bundesregierung liegen.
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