Das EU-Handelsabkommen mit Indien öffnet einen Milliardenmarkt für unsere Betriebe, der hoffentlich bald mögliche Wiederaufbau der Ukraine ebenso, und dann sind da ja noch Lateinamerika und Afrika. Keine Frage, überall gibt es riesige Chancen.
Optimismus ist da immer gut und auch berechtigt, allerdings hat man das Gefühl, dass die ebenso notwendigen Hausaufgaben doch immer nur zögerlich vorankommen. Gemeint sind die x-mal angesprochenen und versprochenen Entlastungen und Entfesselungen für die Unternehmen. Die tollen Möglichkeiten am Weltmarkt hält ihnen die Politik wie die Karotte vor die Nase, doch dahinter regiert dann doch eher das Prinzip Hoffnung, dass sie diese fetten Aufträge schon bekommen werden.
Im internationalen Wettbewerb muss unsere Wirtschaft nüchtern betrachtet jedoch mit angezogener Handbremse losfahren. Ein paar sattsam bekannte Streiflichter: Erdgas etwa ist vier bis fünfmal teurer als für Konkurrenten aus den USA. Laut KMU-Forschungsinstitut wenden alleine unsere Gewerbe- und Handwerksbetriebe 320 Millionen Arbeitsstunden im Jahr für die Erfüllung diverser bürokratischer Vorschriften auf, was sie rechnerisch 21 Milliarden Euro pro Jahr kostet.
Noch haben wir neben einigen schon weltweit bedeutenden Firmen wie Wienerberger, Andritz, AT&S etc. auch 160 sogenannte Hidden Champions, die auf ihrem Gebiet technologisch führend sind und das Zeug hätten, global groß zu wachsen. Dafür aber brauchen sie freie Bahn und nicht Tempo 30-Zonen.
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